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250 Jahre USA: Trump beschwört "Triumph der Freiheit"

5. Juli 2026

In einer Rede zum 250-jährigen Bestehen der USA hat Präsident Trump das Land und sich selbst gelobt. Zugleich diskreditierte er die oppositionellen Demokraten pauschal als "Kommunisten" und Gefahr für die Freiheit.

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USA Washington D.C. 2026 | Donald Trump bei "Salute to America" zum 250. Jahrestag
US-Präsident Donald Trump bei seiner Rede zum 250. Jahrestag der UnabhängigkeitBild: Alex Brandon/AP Photo/dpa/picture alliance

Am 4. Juli feierten die USA "den Triumph der Freiheit über die Tyrannei", sagte US-Präsident Donald Trump am Abend des Unabhängigkeitstages (Ortszeit) in Washington. Die Amerikaner würden sich die Freiheit nicht mehr nehmen lassen, erst recht nicht von Kommunisten.

Trump sprach vor Tausenden jubelnden Anhängern, die, wie bei seinen Wahlkampfauftritten, "USA, USA" skandierten. Der US-Präsident hatte am Vorabend in einer Rede am Nationaldenkmal Mount Rushmore ebenfalls vor einer angeblichen "kommunistischen Bedrohung" in den USA gewarnt. Er spielte damit auf jüngste Wahlsiege linksgerichteter Politiker der Demokraten an, unter anderem in New York.

In Washington verglich er den Kommunismus mit einem "Krebs, den man herausschneiden muss". Seine Wortwahl erinnerte an die Zeit zu Beginn des Kalten Krieges. Kurz nach dem Zweiten Weltkrieg hatte der republikanische Senator Joseph McCarthy eine "rote Gefahr" heraufbeschworen und mit der Verfolgung angeblicher Kommunisten eine regelrechte Hysterie erzeugt.

"USA heute stolzer denn je zuvor"

Die oppositionellen Demokraten werfen Trump vor, die 250-Jahr-Feiern für parteipolitische Zwecke zu missbrauchen und das Land damit weiter zu spalten. In knapp vier Monaten finden die wichtigen Zwischenwahlen zum Kongress statt.

USA Washington D.C. 2026 | Zuschauer bei Trumps Rede zum 250. Unabhängigkeitstag
Zuschauer auf der National Mall in WashingtonBild: Keita Iijima/AP Photo/picture alliance

Trump sagte weiter, unter seiner Führung seien die USA "stolzer denn je zuvor". Er lobte zudem erneut seine vermeintlichen militärischen Erfolge im Iran und in Venezuela

Der 80-Jährige hielt seine Rede auf einer Freiluftbühne auf der National Mall. Nach mehreren Attentatsversuchen war er diesmal durch eine Panzerglasscheibe geschützt.

Verzögerung durch Unwetter

Wegen eines Unwetters hatte sich Trumps ​Auftritt um fast zwei Stunden verzögert. Obwohl er im Vorfeld eine besonders lange Rede ​angekündigt hatte, sprach er letztlich weniger als 40 Minuten - deutlich ​kürzer ‌als bei anderen Anlässen.

USA Washington D.C. 2026 | Menschen verlassen die National Mall vor einem Trump-Auftritt zum Unabhängigkeitstag
Menschen verlassen wegen des Unwetters das GeländeBild: Nathan Howard/REUTERS

Die mit Zäunen abgeriegelte Nationalpromenade im Zentrum der Hauptstadt musste wegen des Gewitters zeitweise evakuiert werden. Zuvor hatte es eine mehrstündige Flugschau gegeben, bei der Kampfjets über Washington donnerten.

Großes Feuerwerk zum Abschluss

Direkt im Anschluss an die Rede erleuchteten hunderte Raketen den Himmel über der US-Hauptstadt. Laut den Veranstaltern sollte es das größte Feuerwerk der Geschichte sein. Demnach waren 850.000 Pyroeffekten in 35 Minuten zu sehen.

USA Washington D.C. 2026 | Feuerwerk am Lincoln Memorial zum 250. Unabhängigkeitstag
Feuerwerk am Lincoln MemorialBild: Pat Benic/UPI Photo/IMAGO

Das Spektakel bildete den Höhepunkt der mehrtägigen Feierlichkeiten zum 250. Geburtstag der USA, die eigentlich ganz anders hätten laufen sollen. Etliche Künstler hatten Konzerte mit der Begründung abgesagt, die Veranstaltungsreihe sei ihnen zu politisch aufgeladen. Trump kündigte daraufhin an, stattdessen "die Nummer-eins-Attraktion auf der ganzen Welt" auf die Bühne zu bringen: sich selbst.

gri/pgr (afp, rtr, dpa)

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