150 Jahre Deutsche Bank | Podcast Wirtschaft | DW | 10.03.2020
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Podcast Wirtschaft

150 Jahre Deutsche Bank

Deutschlands größte Bank feiert Geburtstag +++ Das Coronavirus ist gut für die Umwelt +++ Der Libanon kann seine Schulden nicht mehr bezahlen

Audio anhören 14:13

Im Jahr 1869 kamen in Berlin einige einflussreiche Bankiers zusammen mit dem Ziel, eine neue Bank zu gründen. In der Denkschrift des Komitees heißt es mit dem für die Gründerzeit typischen nationalistischen Pathos:

"Die deutsche Flagge trägt den deutschen Namen jetzt in alle Welttheile, hier wäre ein weiterer Schritt getan, dem deutschen Namen in ferneren Gegenden Ehre zu machen und endlich Deutschland auf dem Felde der finanziellen Vermittelung eine Stellung zu erobern, – angemessen derjenigen, die unser Vaterland bereits auf dem Gebiete der Civilisation, des Wissens und der Kunst einnimmt." 

Angesichts dieser deutschnationalen Begeisterung war es nur konsequent, die neue Bank einfach "Deutsche Bank" zu taufen. Heute wird das größte Geldhaus des Landes 150 Jahre alt.

Aktie im Keller

Eigentlich wollte die Bank demnächst mit einem Festakt in Berlin an ihre Gründung vor 150 Jahren erinnern – doch wegen des Coronavirus sagte sich die Feier gestern ab. Ohnehin ist den einst so stolzen Deutschbankern derzeit kaum nach Feiern zumute. Die Bank steckt in einer schweren Krise, und die Aktie ist fast nichts mehr wert.

Börsen erholen sich

Der Montag war ein schwarzer Tag für die Börsen weltweit. In New York verlor der Dow Jones Index so stark wie seit der Finanzkrise 2008 nicht mehr, und beim Dax in Frankfurt waren die Punktverluste sogar die höchsten seit den Terroranschlägen auf das World Trade Center vom 11. September 2001. Heute aber stehen die Zeichen schon wieder auf Erholung - in Asien und auch in Frankfurt konnten die meisten Aktien wieder zulegen.

Positiver Nebeneffekt des Coronavirus

Wir wenden uns deshalb wieder ab vom Börsengeschehen und schauen auf einen anderen, durchaus positiven Nebeneffekt des Coronavirus und der damit verbundenen Angst: Wenn Menschen zu Hause bleiben und Fabriken stillstehen, ist das gut für die Umwelt. In China lässt sich das sehr deutlich beobachten.

Libanon kann nicht zahlen

Während alle Welt gestern gebannt auf die abstürzenden Börsenkurse blickte, erlebte der Libanon ein ganz anderes Wirtschaftsdrama: Erstmals konnte das kleine Land am Mittelmeer seine Schulden nicht bedienen. Die Regierung hatte den Zahlungsausfall bereits am Wochenende angekündigt. Der Libanon steckt derzeit in der schwersten Wirtschaftskrise seit dem Ende des Bürgerkriegs vor 30 Jahren.

 

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Redakteur am Mikrofon: Andreas Becker
Technik: Christoph Groove