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Presse

Zerak Zaheen: Zwischen Taliban und Geheimdienst

Journalisten in Afghanistan leben gefährlich. Das musste Anfang August auch DW-Korrespondent Zerak Zaheen erfahren. Er geriet zwischen die Fronten. Dabei kennt er die Gegend wie seine Westentasche.

Zaheen ist in der Provinz Kunar im Osten Afghanistans zu Hause. Kämpfe mit den Taliban sind hier an der Tagesordnung. Und die Argusaugen des Geheimdienstes sehr präsent. Als der 23-jährige DW-Mitarbeiter Anfang August losging, um über den Bau einer neuen Schnellstraße zu berichten, sollte er nicht so rasch nach Hause zurückkehren wie geplant. Zerak Zaheen geriet in eine Straßensperre der Taliban und das Unheil nahm seinen Lauf …

Wie der DW-Korrespondent seine Begegnung mit Talibankämpfern übersteht – dabei allerdings seine Ausrüstung verliert – und wie er ein nachfolgendes, stundenlanges Verhör durch den Geheimdienst am nächsten Tag erlebt, das hat er Waslat Hasrat-Nazimi aus der Dari-/Paschtu-Redaktion erzählt.

Sayed Abdullah Nizami DW Korrespondent

Sayed Abdullah Nizami

Sie sprach zudem mit Sayed Abdullah Nizami, ebenfalls DW-Mitarbeiter. Er hat wiederholt leidvolle Erfahrungen mit Festnahmen und Verhören gemacht. „Es sind nicht nur die Taliban, die einen terrorisieren. Auch die Regierung setzt Journalisten unter Druck“, erklärt er. „Dann gibt es noch die Mafia und Warlords.“

Das bestätigt auch Zerak Zaheen: „Man wird von allen Seiten unter Generalverdacht gestellt. Weil man Journalist ist, wird man als Lügner oder Spion verdächtigt.“ Und doch oder gerade deshalb sagt er: „Mich begeistert der Beruf und ich werde ihn weiter ausüben.“

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