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"Was soll das ganze Theater?"

Die Krise im Nahen Osten, das Streben der Türkei nach einem EU-Beitritt und das einstürzende Kartenhaus der US-amerikanischen Irak-Politik waren die Themen, die die DW-WORLD-Nutzer diese Woche beschäftigt haben.

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Krise in Nahost

Der Nahostkonflikt könnte dadurch gelöst werden, dass die USA sich einer aktiven und unparteiischen Politik in den Auseinandersetzungen zwischen Israel und den Palästinensern befleißigen. (Manfred Salewski)

Was soll das ganze Theater? Solange Israel finanzielle Unterstützung erhält, ohne sich an Absprachen zu halten, werden sie sich nach niemandem richten. Der Westen, insbesondere Deutschland, sollte jegliche finanzielle Unterstützung mit sofortiger Wirkung einstellen. Die hauen sich auf unsere Kosten die Köpfe ein, und wir müssen den internationalen Schaden, auch in Form von Terror, auch noch ausbaden. (Andreas Wendel)

EU und Türkei

Da ich die Türkei und die türkische Kultur sehr gut kenne, und auch die deutsche, verstehe ich diese ganzen Debatten über die fremde türkische Kultur nicht. Jeder Deutsche, der mal in der Türkei war, wird bestätigen können, dass man sich nun wirklich nicht soooo fremd ist. Innerhalb der EU gibt es doch auch verschiedene Kulturen. Und es klappt doch. Die Türkei wäre ein Bereicherung für die EU. So hätte man endlich die Möglichkeit, Vorurteile abzubauen. (S. Evren)

Ich kann zu den wirtschaftlichen Argumenten nur anführen, dass ein EU-Beitritt der Türkei ohnehin erst in 10 bis 15 Jahren erfolgen wird. Ich bin optimistisch, da ich davon ausgehe, dass die Türkei in dieser Zeit mit dem aktuellen Wirtschaftswachstum von 7,2 Prozent eine stabile Marktwirtschaft ausbauen wird! Bezüglich der kulturellen Unterschiede, die momentan in Form von der Gefahr einer Islamisierung genannt werden, glaube ich, dass dies politisiert wird, um Wahlverhalten der Bevölkerung zu beeinflussen. Seit dem vermehrten islamistischen Terrorismus sind natürliche Ängste in der Gesellschaft entstanden, mit denen Politiker politisch spielen! Insgesamt denke ich deshalb, dass der EU-Beitritt in der genannten Zeit gute Chancen hat. (Zekai Dagasan)

Die Türkei passt nicht zu Europa. Die EU wird ohnehin mit der Aufnahme weiterer Staaten (Rumänien, Bulgarien usw.) zu groß, zu teuer und zu schwerfällig. Mit der Türkei als Mitglied würde die EU ihre Identität verlieren. "Privilegierte Partnerschaft" wäre das richtige. (Herbert Maske)

In einer Welt, die immer schneller zusammenwächst und vor allen wirtschaftliche Prioritäten setzt, sollte das gemeinsame Ziel der Staaten doch eigentlich sein, den Lebensstandard der Menschen weiter zu erhöhen und Frieden und Zufriedenheit zu schaffen. Nur wenn alle mit Integriert werden in diesen Prozess, die einen vielleicht etwas früher oder später, kann man davon ausgehen, dass eine friedliche Koexistenz nicht scheitern wird. Die Türkei ist bisher immer ein treuer Partner gewesen, in vielen Internationalen Bündnissen. Sicherlich zugleich mit vielen internen Problemen und Defiziten ist Sie aber ein Kandidat mit großer Dynamik und Zukunftsperspektive. Vor allen Dingen sind die Menschen in den Köpfen westlich orientiert und bewundern zugleich die westliche Welt, speziell auch Deutschland. Das ist doch das entscheidende Kriterium, diese Orientierung zu bündeln und positiv für Europa auszuwerten. Geschichte wiederholt sich niemals. Die Zukunft der Industrieländer hängt von den Entscheidungen jedoch ab, die Sie in Ihrer eigenen Geschichte treffen werden. Deshalb ist die Entscheidung für Beitrittsverhandlungen auf der einen Seite sehr mutig aber auch ein hoffnungsvolles Signal für die Stabilisierung des Landes, seiner Kultur und Religion sowie der gesamten Region, in der es sich befindet. Eben für die Grundwerte wie Freiheit, Zufriedenheit, Gleichheit, Innovation, Wohlstand und Frieden. (E. Tüylü)

Rumsfeld - Ein Lügner?

Liebe Redaktion, es ist schon traurig, was man sich heute als Politiker erlauben kann, ohne sein Gesicht zu verlieren und die Konsequenzen (Rücktritt) zu ziehen. Wenn Herr Rumsfeld plötzlich zugibt, dass alle Gründe für den Krieg nicht stichhaltig waren, und man nun im Nachhinein eine Rechtfertigung darin sucht, dass die Welt ohne Saddam Hussein sicherer sei, wieso geht dann kein Aufschrei der Empörung durch das Land, ja die Welt? Seit wann darf ein Land ungestraft einen unbegründeten Krieg führen? Wie viel Tausende von Toten hat diese Fehleinschätzung gekostet? Das schlimme ist doch, dass nun wieder Krieg als legales, oder besser gesagt, geduldetes Mittel der Politik angesehen wird. Damit ist die Welt viel unsicherer geworden als mit einem Saddam Hussein. Ganz abgesehen davon, dass es viele andere, viel schlimmere Despoten gibt, die aber nicht auf so viel Öl sitzen. Weiterhin wurden im Dunstkreis dieser mittelalterlichen Politik Gesetze erlassen (weltweit), die statt die Sicherheit zu erhöhen, nur die Freiheit der Bürger einschränken und damit unser aller Leben beschwerlicher machen. Denken Sie nur an den so genannten "Patriot-Act" in den USA (der ja inzwischen teilweise als verfassungswidrig angesehen wird). Wer all diese Entwicklungen mit Aufmerksamkeit verfolgt, muss einfach feststellen, dass die Welt mit dieser Art Politik immer unmenschlicher wird. Terrorismus war immer ein Problem. Aber er kann nur durch eine Kombination aus Hartnäckigkeit und vorsichtiger Diplomatie angegangen werden. Man kann keinen Krieg gegen einen -ismus führen. Mit freundlichen Grüßen, Matthias Kuhs (Irland).

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