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Interaktiv

"Was hat man nur immer gegen Guttenberg?"

In dieser Woche standen die Plagiatsvorwürfe gegen Verteidigungsminister zu Guttenberg im Zusammenhang mit seiner Doktorarbeit im Zentrum der Userdebatte. Tendenz: die Diskussion sei für die Politik wenig hilfreich

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Na endlich haben die Neider und Nörgler etwas gefunden, um einem erfolgreichen Politiker am Zeug zu flicken. Und die gierigen Sensationsmedien können ein Skandälchen breittreten und Honorare einsammeln. Ein Minimum an gegenseitigem Respekt und keine Vorverurteilung kann man wohl von allen Politikern erwarten. Es würde ihrem Ansehen gut tun und die Politikverdrossenheit mindern. (Walter Zielniok, Deutschland)

Das Problem heißt "Guttenberg". Und dieses Problem liegt bei manchen in der Opposition und auch bei Neidern in Guttenbergs eigenen Reihen. Die Frage lautet: Haben Politiker nichts Wichtigeres zu tun, als sich mit solchen unproduktiven Sachen zu beschäftigen? Schließlich werden ihre Tätigkeit und ihr Lebensunterhalt von Steuerzahlern getragen. (Kai Nicholson, Indien)

Bezahlt der Steuerzahler nun auch Denunziationskampagnen? In erster Linie sollte es Politikern darum gehen, ihren Job zu machen und zwar im Interesse der Bevölkerung. Vor allem in Hinblick darauf, dass solche Kampagnen gegen Guttenberg dem ohnehin schon mehr als angeschlagenen Image der Politiker in der Bevölkerung nicht nutzen, sondern schaden. Die Welt wird zum Glück transparenter und die Bevölkerung immer informierter. Die ägyptische Bevölkerung ist uns derzeit offenbar etwas weiter voraus. (Astrid Ebenhoch, Deutschland)

Wie es an allen Universitäten der Welt üblich ist, muss eine Doktorarbeit von einem Universitätsrat anerkannt werden. Wenn man Jemanden als schuldig anerkennen will, dann ist es bestimmt nicht Herr von Gutenberg, sondern Präsident Rüdiger Bormann und die Professoren. (Irena Struzak, Polen)

Was hat man nur immer gegen Guttenberg? Endlich kommt mal ein junger, interessanter Politiker aus Deutschland auf die Bühne mit Charisma und Charme, muss er gleich einen Gang nach Canossa antreten. (Herbert Fuchs, Finnland)

Da kann der arme Guttenberg gar nichts dafür, dass die Arbeit kopierte Textstellen enthält! Dafür ist der Ghostwriter verantwortlich, der in diesem Punkt schlampig gearbeitet hat. Anstelle von Herrn zu Guttenberg würde ich mein Geld zurückverlangen …(Martin Trittelvitz, Deutschland)

Unglaublich, sogar die Einleitung zu einer Dissertation nicht selbst zu texten. Das kann man auch nachträglich nicht mehr durch eine Fußnote ändern. Für eine objektive Prüfung seiner "Doktorarbeit" wäre der Herr Bundesverteidigungsminister besser beraten, die Entscheidung der Universität Bayreuth in Ruhe abzuwarten und nicht zu versuchen, darauf "aktiv" Einfluss zu nehmen. (Helmut F. Pozelt, Venezuela)

Es kommt auf die Ehrlichkeit an. Herr Minister Guttenberg ist für die Politik unhaltbar geworden. Wer bei seiner Doktorarbeit vergisst, die Quellen anzugeben, ist ein Abschreiber, aber kein Doktor im wissenschaftlichen Sinn. (Helmut Sturm, Österreich)

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