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Veranstaltungen

Neue Medien im Vordergrund

Auf dem NRW-Medienforum in Köln standen Diskussionen um die Zukunft der Neuen Medien im Vordergrund. Die DW war gleich in mehreren Panels vertreten.

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Christoph Lanz, DW-TV Fernsehdirektor, beim Medienforum NRW

Christoph Lanz, Programmdirektor DW-TV, hatte in Köln mit Vertretern ausländischer Sender über das Thema "Terrorismus und die Macht der Bilder" diskutiert. Der ehemalige Chef des Kölner Privatsenders RTL, Helmut Thoma, räumt dem mobilen Fernsehen via Handy keine vielversprechenden Perspektiven ein.

Unterschiedliche Meinungen zum Einsatz von Geisel-Videos in den Medien

Zur Frage, "Würde Ihr Sender ein Geisel-Video über einen entführten Botschafter Ihres Landes ausstrahlen?" lehnten alle Diskutanten eine vollständige Ausstrahlung ab. Allerdings wäre es sicherlich "ein großes Thema", so Jeremy Hillman von BBC World.

DW-TV würde Standbilder nutzen und bei der Auswahl mit Blick auf die Würde der dargestellten Person "sehr sensibel vorgehen", so Christoph Lanz. Journalisten dächten bei Geisel-Videos zu oft über das "Wie" und zu wenig über das "Warum" nach, warf Ali Laïdi von France 24 ein.

Der sensible Umgang mit diesem Thema habe nichts mit Zensur zu tun, betonte Paula Newton von CNN. "Wir alle haben denselben journalistischen Code of ethics", so Nasser Al Sarami, "daher haben wir einen ähnlichen Blick auf die Quelle der Information".

Reflektierter Einsatz

Das ZDF zeige ähnlich wie DW-TV keine bewegten Bilder, arbeite vielmehr ebenfalls mit Standbildern und liefere viel Analyse im Studio dazu, so Elmar Theveßen, stellvertretender Chefredakteur des ZDF. Er stelle sich immer wieder die Frage, "ob wir mit unserer Bildwahl die Wirklichkeit widergeben", so Theveßen. Man müsse dem Zuschauer künftig noch mehr Hintergrundwissen auch in den Hauptnachrichten liefern.

Für die Medien gelte, sich ihrer Verantwortung noch bewusster zu sein, so Lanz. "Wir dürfen die Angst der Menschen nicht schüren", ergänzte Ali Laïdi.

Keine Angst vor neuer Technik

Um Inhalte und Strategien ging es beim Mobile Media Summit. Man müsse die neuen Service-Angebote direkt an den Kunden bringen, forderte der Vertreter des Telefon-Anbieters debitel. Die neue Kunst beim mobilen Entertainment sei es, dem Kunden die attraktivsten Angebote gebündelt zu präsentieren und ihn nicht einer immer größer werdenden Flut von Angeboten zu überlassen.

Flatrates seien in diesem Marktsegment der beste Weg, dem Konsumenten beim mobilen Entertainment die Angst vor der neuen Technik zu nehmen. Insgesamt müsse man bei diesem Thema "noch viel mit dem 'Try and Error-Prinzip' arbeiten", so Catherine Mühlemann, MTV.

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Martina Bertram

T +49.228.429-2055 martina.bertram@dw.com