Massenflucht aus Venezuela hält an | Mittel-, Südamerika & Karibik: Ihre TV-Empfangsmöglichkeiten | DW | 11.05.2018
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Südamerika

Massenflucht aus Venezuela hält an

Hunderttausende Venezolaner flüchten vor der Krise in ihrem Land nach Kolumbien, das angesichts des humanitären Dramas an seine Grenzen stößt. Jetzt hat Kolumbiens Präsident Santos das Nachbarland kritisiert.

Kolumbien Migranten aus Venezuela (Reuters/File Photo/J. Saldarriaga)

Täglich verlassen tausende Venezolaner ihre Heimat

Zurzeit überqueren täglich 4000 Menschen die Grenze zu den Nachbarstaaten Brasilien, Guyana und Kolumbien, wie die UN-Flüchtlingshilfe mitteilte. Seit dem Beginn der politischen und wirtschaftlichen Krise in dem südamerikanischen Land 2014 hätten schätzungsweise 1,5 Millionen Venezolaner ihrer Heimat den Rücken gekehrt. Das entspreche rund fünf Prozent der Gesamtbevölkerung.



Kolumbiens Präsident Juan Manuel Santos hat sich besorgt über die zunehmende Zahl der Zuwanderer aus dem kriselnden Nachbarland geäußert. "Wir benötigen internationale Hilfe, die Situation ist sehr schwierig“, sagte er. Der sozialistischen Regierung Venezuelas warf er vor, die humanitäre Krise zu leugnen und dadurch die Lage zu verschärfen. Santos rief die internationale Gemeinschaft auf, Druck auf Präsident Nicolás Maduro auszuüben, damit dieser internationale Hilfe annehme.

Kolumbien will Ergebnis der venezolanischen Präsidentenwahl nicht anerkennen

Wegen der desolaten Wirtschafts- und Versorgungslage in Venezuela verlassen immer mehr Menschen das Land. Nach Angaben der Einwanderungsbehörde in Bogota leben bereits mehr als 650.000 Venezolaner dauerhaft in Kolumbien, das rund 49 Millionen Einwohner hat. "Mit dem venezolanischen Volk sind wir solidarisch, nicht aber mit dem räuberischen Regime, das diese humanitäre Krise verursacht", betonte Santos, der einen Politikwechsel in Venezuela fordert.

Das Ergebnis der anstehenden Präsidentenwahl dort werde die Regierung in Bogotá nicht anerkennen, sagte Santos. Venezuelas Opposition, mehrere internationale Organisationen und auch andere Staaten befürchten, dass die Abstimmung nicht frei und fair ablaufen wird. Die Wiederwahl Maduros am 20. Mai gilt als sicher. 

fz/qu (kna, dpa)

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