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Presse

Hans-Dietrich Genscher: Treffen in Breslau dringender denn je

Ex-Außenminister und Initiator des "Weimarer Dreiecks"im Interview mit DW-TV

"Die gemeinsame Meinungsbildung zwischen Frankreich, Deutschland und Polen wird seit Jahren nicht mit der gebotenen Energie verfolgt." Das sagte der frühere Bundesaußenminister Hans-Dietrich Genscher in einem Inter-view mit DW-TV.

Vor dem Hintergrund des heutigen Treffens der beiden Staatspräsidenten Polens und Frankreichs mit Bundeskanzler Schröder in Breslau (Polen) bezeichnete der FDP-Politiker die Zusammenkunft als "dringlicher denn je". Das so genannte "Weimarer Dreieck" war 1991 von Genscher begründet worden.

Das Verhältnis zu Polen sei vor allem durch die Osterweiterung der EU für Deutschland "nicht weniger wichtig als der deutsch-französische Motor". Die Rolle Polens in der Nachkriegsordnung des Irak ist nach Ansicht Genschers "eine Angelegenheit, die durchaus zu besprechen ist, sowohl in der EU als auch in der Nato". Er zeigte sich "besorgt, dass man die Nato zunehmend beiseite legt".

In diesem Zusammenhang übte er auch Kritik an den USA. Die Chance, die nach dem 11. September 2001 im Nato-Bündnisfall gelegen habe, hätten die Vereinigten Staaten nicht für ein gemeinsames Handeln genutzt, sondern geglaubt, "eine Koalition der Willigen sei etwas Besseres", so Genscher im deutschen Auslandsfernsehen weiter.

9. Mai 2003
088/03

  • Datum 09.05.2003
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  • Permalink http://p.dw.com/p/3cHl
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