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Jazz live

Gute Laune mit Raphael Gualazzi und der WDR Big Band

Der junge Pianist und Sänger aus Italien präsentiert seine mediterrane Sicht auf Swing und Soul Jazz mit Bigband-Verstärkung.

Jede Menge "Gute Laune- Musik", viel Swing, Bebop, Funk, Ragtime, Piano-Kunst und Gesang im Italo-Jazzgewand gab es am 11. Mai beim Jazzfest Bonn zu hören. Auf der Bühne im Bonner Telekom-Forum präsentierte sich die mehrfach ausgezeichnete WDR Big Band unter Michael Abene mit dem Sänger und Pianisten Raphael Gualazzi.

Wenn der sich beim Basketball nicht den Finger gebrochen hätte, wäre er jetzt vielleicht Profi-Sportler. Stattdessen besann sich Raphael Gualazzi mit 14 Jahren darauf, dass er ja schon mit neun Noten lesen konnte und erste Klimperversuche gemacht hatte, sattelte um und setzte sich wieder ans Klavier.

Er studierte eifrig klassische Musik und spielte nebenher in etlichen Bands Jazzstandards und Rocksongs. Doch eigentlich angetan hatten es ihm die frühen Pianomeister aus Jazz und Blues: Roosevelt Sykes, Champion Jack Dupree, Art Tatum oder Fats Waller. Besonders das sogenannte Stride Piano, eine Technik, die aus dem Ragtime stammt, hatte er damals für sich entdeckt. Bis 2011 war Raphael Gualazzi außerhalb seiner italienischen Heimat nahezu unbekannt.

Doch mit seiner Swing-Eigenkomposition "Madness of Love" alias "Follia d'Amore" räumte der bekennende Jazzer damals in der Nachwuchskategorie beim renommierten Sanremo-Festival sämtliche Preise ab und sicherte sich ein Ticket für den Eurovision Song Contest in Düsseldorf. Dass er mit diesem Song Platz zwei dieses Wettbewerbs gewann, erstaunte wohl auch ihn selbst.

In Bonn brachte die WDR Bigband Gualazzis Eigenkompositionen und diverse Jazzklassiker mit ihren präzisen Bläsern zum Leuchten und zeigte den Besuchern, wie viel Spaß und gute Laune im Jazz steckt.

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