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Europa/Zentralasien

DW Akademie in Serbien

Die Informations- und Medienfreiheit in Serbien hat sich in den letzten Jahren verschlechtert und ist in der Region des westlichen Balkans allgemein stagniert. Offiziell findet in Serbien, einem EU-Beitrittskandidaten, keine Zensur statt und die Meinungsfreiheit ist per Verfassung garantiert. Es gibt eine Vielzahl und Vielfalt an Medien, unter ihnen auch Medienangebote in Minderheitssprachen. Dennoch stellen NRO und Bürgerrechtler fest, dass die Regierungen in allen Staaten des Westbalkans den Druck auf die Medien erhöht haben. Es findet eine "weiche" Zensur statt, ausgeübt durch die Kontrolle der regierenden Eliten über den Werbemarkt und die Fördermittel. In den vergangenen Jahren sind Journalisten und teilweise ganze Redaktionen vermehrt Opfer von gewalttätigen Übergriffen und Einschüchterungsversuchen gewesen: Reporter erhielten Morddrohungen weil sie kritisch berichteten, Redaktionen wurden auf sensible Dokumente untersucht. Trotz dieser negativen Entwicklungen gab es in der Region auch Fortschritte hin zu mehr Informations- und Medienfreiheit. So wurden beispielsweise in Serbien drei an EU-Standards angepasste Mediengesetze über den Zugang zu Information und den Umgang mit Werbeeinnahmen verabschiedet.

Unser Engagement
Die Medienhäuser und Journalisten müssen sich auf eine Zukunft in der EU vorbereiten - diese Herausforderung an die Medienschaffenden steht im Zentrum des Engagements der DW Akademie auf dem Westbalkan. Daher konzentriert sich die DW Akademie auf die Professionalisierung von Journalisten und berät Medienschaffende bei der Entwicklung von Strukturen zur Stärkung ihrer wirtschaftlichen und politischen Unabhängigkeit. DW Akademie unterstützt ein Kompetenzzentrum für öffentlich-rechtliche Medien auf dem Balkan (CeKom). Dieses Zentrum, angesiedelt beim Rundfunk der nordserbischen Provinz Woiwodina in Novi Sad, setzt sich für die Kooperation und Vernetzung von Rundfunkanstalten in der Region ein. CeKom wird von Rundfunkanstalten in Serbien, Bosnien-Herzegowina, Montenegro, Kosovo, Mazedonien und Albanien als Kooperationspartner mitgetragen. Mit Unterstützung des Kompetenzzentrums verbessern sie ihre Informations- und Serviceangebote und erweitern ihre Vertriebswege, um bürgernäher zu berichten. Dazu entwickeln sie neue journalistische Informationsangebote, partizipative Formate sowie neue Produkte und Dienstleistungen. Zudem gehen sie Kooperationen und Co-Produktionen ein und tauschen sich regelmäßig aus.

Mittelgeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), Auswärtiges Amt (AA)

Ländermanager: Klaus Dahmann

Einsatzorte: Belgrad, Novi Sad

Partner vor Ort: Assoziation der Medien, Assoziation der unabhängigen elektronischen Medien, Lokale Presse, Radio und Television Voivodinas

Schwerpunkte: Professionalität und wirtschaftliche Nachhaltigkeit des Mediensektors, Stärkung öffentlich-rechtlicher Medien/Reform von Staatssendern, Professionalität und Netzwerke im Journalismus

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01_02_2012 Themenbild für Newsletter Ansprechpartner für weitere Verwendungszwecke: Sabrina.Tost@dw-world.de

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