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Interaktiv

"Die Deutschen erlebten eine Sternstunde der Geschichte"

Der 20. Jahrestag des Mauerfalls bewegt in dieser Woche die Gemüter der User von DW-WORLD.DE. Auch die Rede Angela Merkels vor dem US-Kongress und der Sinneswandel von GM sorgen für reges Feedback.

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Freude und Dankbarkeit empfand ich, als die Nachricht vom Fall der Mauer in Chile bekannt wurde. Ich war damals Direktor der Deutschen Schule von Chillan. Reporter fragten nach meiner Meinung. Antwort: Nachdem die Deutschen soviel Elend über die Welt und über sich selbst brachten, erleben sie nun eine Sternstunde der Geschichte: Mit Blumen und Kerzen in den Händen fallen sie sich um den Hals! Bei der Feierstunde mit Eltern sagte ein Mädchen das Gedicht von Georg Heym auf, in dessen letzter Strophe es heißt: Zymbeln lassen sie klingen in den Händen licht. Manche flüstern, und halten Kerzen vor ihr Gesicht. (Alois Schmidt, Chile)

Der Aufbruch ’89 und der Fall der Mauer waren zusammen das für mich emotional prägendste gesellschaftliche Ereignis meines Lebens; und das wird es wahrscheinlich auch bleiben. Die pure, kindliche Freude über den Wandel, den man nicht für möglich hielt, die schlaflose - aber nicht traumfreie - Nacht zum 10. November im Dresdener Studentenwohnheim, das nie geglaubte Wiedersehen mit meinen Münchener Verwandten in deren Frühstücksküche einen Tag später, die Zugspitze mit perlweißem und nicht schmutzig-grauem Gipfelschnee, die ungehemmten Freudentränen auf der nächtlichen Autobahnfahrt, das aufregende Gefühl der bunten Geschäfte – einfach Gefühle pur. (Steffen Wetzstein, Australien)

Gerade im Jahre 1989 war ich mit meinem Studium Germanistik (Deutsch-Niederländisch) fertig. Im September 1989 konnte ich als Deutschlehrerin im Gymnasium anfangen. Und dann geschah so etwas Hervorragendes. Jetzt 20 später arbeite ich noch immer als Deutschlehrerin. Zusammen mit meinen Kollegen und mit den Schülern haben wir am 29. Oktober auf dem Schulhof in der Schule (Oostende Belgien) eine Mauer gebaut. Auf diese Weise gab es eine Ost- und eine Westseite. Die Schüler sollten sich immer bekannt machen wenn sie eine andere Seite besuchten. Am Montag, dem 9. November (nach unseren Herbstferien) lassen wir unsere Mauer auch fallen. Ein bisschen Geschichte (unangenehm und angenehm) wurde so nochmal erlebt. (Ann Verhaeghe, Belgien)

Eine sehr gute Videorekonstruktion für die Nachwelt. Warum geben die Archive der "NVA" nicht selbst die Fotos heraus und wo bleiben die Zeugenaussagen der ehemaligen besonders zuverlässigen "Grenzer", die sogar auf die Westseite der Mauer durften? Ich selbst war unfreiwillig selbst in dem Jahr 1968 in einem Grenzstab in Dermbach / Rhön. Da gab es große Auseinandersetzungen zwischen Soldaten und Offizieren. Ich lernte dabei das eigene System hassen und wünschte mir von diesem Zeitpunkt bereits die Deutsche Einheit. Als junger Mensch wollte ich jedoch meine Heimat Leipzig und das Elternhaus nicht "so" verlassen. Meine starke oppositionelle Stellung behielt ich bis zur Wende und war von Herzen dabei als die ersten Demos in Leipzig begannen. Heute bin ich stolz darauf dass mein großer Wunsch 1989 in Erfüllung ging! (Klaus Bornschein, Deutschland)

Ich bin in Österreich geboren, in Deutschland aufgewachsen und lebe seit 1965 in den USA. Die deutsche Wiedervereinigung hat für Österreich überhaupt keine Bedeutung; die beiden Länder sollten friedlich miteinander leben. Und ich erinnere mich noch, wie bewegt ich war, als ich im Jahre 1990 die Wiedervereinigung Deutschlands im Fernsehen mitverfolgen konnte. (Thomas Hofer, USA)

Merkel in den USA

Von hier aus gesehen, in der kanadischen Presse und im Fernsehen, ist es ganz klar, dass Frau Merkel einen sehr guten Ruf als Kanzlerin Deutschlands im Ausland hat. Bei all den Treffen spricht sie, oft als einzige Frau, ihre Meinung und steht ihren ''Mann''...manchmal besser als die Herren! Bei solchen Gelegenheiten bin ich sehr stolz Deutsche zu sein. Am 3. November 2009 wird sie auch genau das sagen, was man von ihr erwartet und wird kein ''Blatt vor den nehmen''. (Hildegard Senecal, Kanada)

Wir haben die Rede von Frau Dr. Angela Merkel an der Deutschen Welle mit angehört und sind sehr begeistert. Wir haben uns als Deutsch-Amerikaner sehr stolz gefühlt in diesem Augenblick. (Hans Chevalier, USA)

Wenn Frau Merkel eine gute Repräsentantin Deutschlands ist, dann ist Deutschland in den Winterschlaf gefallen. Die Platzhalterin, mehr hat sie in den letzten vier Jahren nicht gemacht, redete mit einer solchen Langweile, dass man nicht zuhören konnte. Dass Ihre Redenschreiber die richtigen Worte finden, setze ich mal voraus. Ihre Ehre wurde ihr nicht zuteil weil sie persönlich eine große Leistung vollbrachte, sondern weil sie die Kanzlerin der größten europäischen Wirtschaftsmacht ist und USA gerade jetzt Verbündete braucht. Früher war das nicht der Fall, da gab es starke Regierungen in anderen Staaten und die Position der USA war auch eine andere. (Walter Reuter, USA)

Für mich war die Rede etwas untertänig ausgefallen. Wenn es eine Begegnung auf derselben Höhe gewesen wäre, müsste das Wort untertänig nicht gesagt werden. In Amerika und bei der Regierung mag diese Rede so erwartet worden sein und ist auch deswegen so beklatscht worden. Die meisten Deutschen haben den letzten Weltkrieg selber höchstens als Kleinkind miterlebt. Wann lässt man jene und die heutigen Generationen mit den Sünden von damals in Ruhe? Ist der Bückler immer noch nötig? (Walter Krauer, Schweiz)

Opel und GM

Es ist nicht verwunderlich, dass GM Opel nicht abgeben will und kann. Wer wie Opel ein solches Wissen um den modernen Autobau besitzt ist unverkäuflich oder der Inhaber leitet seine eigene Insolvenz ein. Herr zu Guttenberg war auf dem richtigen Weg, leider hat er keine Mitstreiter gefunden. (Norbert Hampel, Deutschland)

Amerikanische Unternehmen sind Heuschrecken! Wie bedauerlich, dass die deutsche Politik nun so unerfahren und machtlos davor steht. Man überweist keine Milliarden an Überbrückungshilfen, ohne entsprechende Sicherheiten zu verlangen. Und vor allem nicht ohne einen von Top-Wirtschaftsanwälten auf beiden Seiten des Atlantiks ausgearbeiteten Vertrag, der auch vor amerikanischer Gerichtsbarkeit Stand hat. (Georgi, Deutschland)

Die meisten blinden Klagen gegen GM werden schon im nächsten Jahr mehr und mehr verstummen. Jetzt Streik und Spektakel zu veranstalten ist eine absolut falsche Reaktion. Stattdessen ist Kooperation angezeigt! Außerdem ist dringend die Einsicht der Marktsättigung geboten! Anstatt auf überholte Strukturen zu starren sollte die Politik helfen, um mit neuen Produkten zukunftsfähige Strukturen zu schaffen. (Günter Fluck, Deutschland)





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