1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Interaktiv

"Die Bundeswehr hat in Afghanistan nichts zu suchen"

Die NATO-Operation der Bundeswehr in Afghanistan sorgt bei den Usern von DW-WORLD.DE für viel Gesprächsstoff. Auch zu den angespannten Beziehungen zwischen Ungarn und der Slowakei erreichten uns viele Zuschriften.

default

NATO-Operation in Afghanistan

Bravo - nun ist es ziemlich sicher. Deutschland ist jetzt mit Sicherheit im Fadenkreuz der Taliban-Netzwerke. Dem kommandierenden Offizier der Bundeswehr, der die Anforderung zur Bombardierung der entführten Tanklastzüge gab, kann man keine Vorwürfe machen. Die Objekte waren als Instrumente für einen Terrorangriff viel zu gefährlich. Der Punkt ist: Die Bundeswehr hat in Afghanistan nichts zu suchen. (Klaus Richter, Deutschland)

Um es auf einen einfachen Nenner zu bringen; Kritik ja, - Heuchelei nein. Es gab noch nie militärische Konfrontationen ohne zivile Opfer - leider. Deshalb die Frage, was machen wir und die anderen beteiligten Staaten eigentlich in Afghanistan? Gewinnen können wir dort sowieso nicht. Daher wäre es doch nur logisch die dort ihr Leben riskierenden Soldaten durch alle Politiker aus den beteiligten Staaten auszutauschen. Vermutlich würde nicht ein einziger Schuss mehr fallen. (Bernd R. Hettel, Argentinien)

Zuerst das positive - ein Lob für Minister Jung dafür, dass er sich vor den Oberst stellt und diese Entscheidung nicht in Frage stellt. Nun das Negative - Was will so ein Hampelmann von Staatsanwalt in Afghanistan ermitteln?! Alleine der Gedanke an so etwas ist schon eine Frechheit sondergleichen! Jetzt das Entscheidende - für alle Beteiligten an dieser unseligen Auseinandersetzung sollte Peter Scholl Latour zur Pflichtlektüre gemacht werden. Schnell wären Ursachen und Hintergründe erkannt und die Beteiligung an diesem Krieg beendet. Denn was hat die Bundeswehr am Hindukusch zu suchen? Nichts, absolut nichts! (Franz Mitterndorfer, Thailand)

Es ist schon merkwürdig wie die Soldaten in Afghanistan durch Presseteile dargestellt werden. Ich möchte betonen, dass in Afghanistan immer nur auf Talibanscharmützel reagiert wurde. Die Taliban, welche alle Menschlichkeit vermissen lassen, müssen lernen was Sie nach Ihren verbrecherischen Anschlägen erwartet. (Winfried Fuchs, Deutschland)

Ein Krieg ist ein Krieg: Es wird gekämpft und getötet und es kommen dabei auch "Unschuldige" ums Leben- Wer sind die Unschuldigen? Sind die getöteten Kinder unschuldig oder die Soldaten schuldig? Das hilft dann leider alles niemandem mehr! Es gibt nur eine Konsequenz: Aus Kriegen muss man sich heraushalten, solange es irgendwie möglich ist. (Martin Trittelvitz, Deutschland)

Wenn man in den Krieg zieht, dann muss man mit solchen Zwischenfällen rechnen. Sollte man mit dem vorbeugenden Angriff wirklich einen Anschlag verhindert haben, dann haben die Organe der Bundesrepublik das getan wofür wir sie (zeitlich befristet) ins Amt gewählt haben, nämlich (kurzfristigen) Schaden vom deutschen Volk (dazu gehören unsere Soldaten ja wohl) abzuhalten. Ob das langfristig alles klug ist, das wird die Zukunft zeigen. Kurzfristig allerdings haben unsere Organe gezeigt, dass für sie die Verteidigung deutscher Soldatenleben eindeutig im Vordergrund der Bemühungen steht - hierfür gehört Anerkennung gezollt. Wie viele Leben afghanischer (oft noch minderjähriger) Bürger für ein deutsches geopfert werden dürfen, wer will das entscheiden. Diese sicherlich sehr lange, nicht nur politisch sondern vor allem emotional bei den Betroffenen, nachwirkende Entscheidung sollte zum Anlass genommen werden, unsere deutsche und insgesamt westliche Verwicklung in den sogenannten "Krieg gegen den Terror" nochmals zu überdenken. Es zeugt von keinem großen Realitätssinn, wenn man meint mit ein paar Care-Paketen und Schulunterricht für Bombenangriffswaisen Rachegelüste entgegenwirken zu können. Wir sollten uns nur an unsere eigene Geschichte erinnern, wir Deutschen sprechen heute noch voller Hochachtung von Arminius, der uns (vor 2000 Jahren) die Römer vom Halse schaffte. Führten nicht die Römer sich damals hier ähnlich auf wie die westlichen Nationen heute in Afghanistan? Man brachte uns das römische Recht (Steuern zu zahlen) und die Kultur - nur schade dass sie nur so wenige haben wollten. (Wolfgang Strautmann, Deutschland)

Ich halte die Debatte für überflüssig. Zwar ist es traurig um jeden Menschen, der durch Menschenhand stirbt; aber schließlich ist richtig angeordnet worden, dass die Bundeswehr zur Verteidigung schießen darf. Es ist zwar sehr sehr traurig, aber leider unumgänglich, dass auch unschuldige Zivilisten getötet werden. Die Bundeswehr muss daher raus aus Afghanistan. Erspart uns Geld, Vorwürfe, materielle und finanzielle Verluste, Tote und verletze Soldaten. (Dieter Scherer, Deutschland)

Unbeteiligte dürfen nicht in Kampfhandlungen einbezogen werden. Ganz richtig. Aber waren diejenigen die die Tanklastzüge entführt hatten harmlose Zivilisten oder Anhänger der Taliban? Bisher gibt es keine klare Antwort, aber Politiker in Europa raufen sich die Haare und geraten in einen Streit untereinander, der nur der Taliban zugute kommt. Dazu kommen Sticheleien aus den USA, weil zuvor die Europäer in der NATO lautstark das amerikanische Vorgehen in Afghanistan kritisiert hatten. Nun schlagen sie zurück, wenn nicht offiziell, dann durch das demokratische Organ "Washington Post". Nun will Merkel gemeinsam mit Brown und Sarkozy eine Afghanistan-Konferenz, um vor der Weltöffentlichkeit die Zwietracht in der EU zu demonstrieren. Mit solcher Politik verunsichert die NATO und die EU das Volk in Afghanistan. Und last but not least, finde ich es absurd, dass Trittin die Bundesregierung und besonders die Union kritisiert, da es die Grünen in der vergangenen Regierung waren, die für den Einsatz in Afghanistan gestimmt haben. Ich finde: Keine deutschen Soldaten ins Ausland. (Kai Nicholson, Indien)

Warum erfährt man von ausländischen Medien, dass deutsche Soldaten offenbar Zivilisten getötet haben? In Afghanistan sind bei einem Angriff deutscher NATO-Soldaten auf Taliban zahlreiche Menschen getötet worden. Laut deutschen Angaben kamen dabei 56 Taliban, aber keine Zivilisten ums Leben. Dem widersprachen die lokale Polizei und der Provinzgouverneur. Laut deren Angaben wurden insgesamt 90 Menschen getötet, darunter 40 Zivilisten. Taliban hatten in der Nacht auf Freitag zwei Tanklastzüge entführt. Bitte um eine "professionelle Berichterstattung". Danke! (Sedat Güzel, Deutschland)

Wahlen in Afghanistan

Es war doch klar, daß je länger die Auszählung der Stimmen dauerte, Herr Karsai die 50%-Hürde überspringen würde - und das nur durch massiven Wahlbetrug. Zudem ist Herr Abdullah nicht gerade der Wunschkandidat der USA, leider. Es ist an der Zeit, dass die gesamte Afghanistanpolitik der USA und der EU gründlich überdacht wird. (Hans Klumpp, Deutschland)

Beziehungen zwischen Ungarn und Slowakei

Der Inhalt des Gesetzes ist auch von Ihnen in der (die slowakische Seite diffamierenden) Weise wiedergegeben, wie die ungarische Seite ihn seit Wochen und Monaten (in diffamierender Weise) gegenüber der europäischen Öffentlichkeit darstellt. Entweder haben Sie sich das Gesetz nicht angeschaut (dann sollten Sie aber nicht darüber schreiben) oder Sie haben auch nur von den anderen Zeitungen abgeschrieben (und da das alle Zeitungen machen, hält sich hartnäckig das Gerücht von den "Komischen Slowaken" (Titel eines Artikels im "Handelsblatt")), während die Ungarn nur die "armen Opfer" der bösen Slowaken zu sein scheinen. Das umstrittene Sprachgesetz wurde auf Anrufung Ungarns hin von der EU geprüft und nicht als diskriminierend beanstandet. Die Ungarn genießen in der Slowakei sehr weitgehende Minderheitenrechte und haben ihre eigenen Schulen und Universitäten. Diskriminiert werden in der Südslowakei eher die Slowaken bzw. die Slowakisch Sprechenden. Die Ungarn haben die "Schmach von Trianon" nicht überwunden und wollen nicht etwa nur die südslowakischen Gebiete (wo die ungarische Minderheit überwiegend lebt) zurück, sondern betrachten die gesamte Slowakei noch als "ihr Oberungarn" ("Felvidek"). Und das ist nicht nur bei den Rechtsradikalen so, sondern anscheinend auch in der normalen Bevölkerung salonfähig. Die Ungarn sollten nicht rückwärtsgewandt auf ihre große Vergangenheit (in der sie andere Völker unterjochten) zurückblicken, sondern sich in der Gegenwart (in den Grenzen von Trianon) einfinden. (Helga Pfeiffer, Deutschland).

Einreisegebühr in die USA

Die zehn Dollar Gebühren sind lächerlich. Als Nicht-EU-Bürgerin sehe ich das als Zerfallserscheinung des Imperiums USA. Bei uns muss man vor der US-Botschaft stundenlang Schlange stehen, um ein Visum in die USA zu bekommen. Sowohl das Visum als die zehn Dollar würden mich schon bei der Urlaubsplanung abschrecken. (Young-Jin Choi, Südkorea)

Mit der Einführung einer Einreisegebühr, auch wenn nur etwas über 6 Euro, gibt die USA praktisch zu, was eh alle wissen: Wir sind hier pleite. Nun müssen wir nach kreativen Möglichkeiten suchen, um denen, die noch Geld haben einen kleinen Obolus abzuköpfen. Man sollte diese 6 Euro also eher als eine obligatorische Spende ansehen. (Dieter Müller-Greven, USA)

Tapferkeitsauszeichnungen für deutsche Soldaten

Ich finde es skandalös, wenn sich unsere Kanzlerin vor den "Karren" spannen lässt und die Auszeichnung persönlich vornimmt. Ich frage mich, ob wir uns bereits im Kriegszustand befinden, denn nur für diesen Fall würde es Der Bundeskanzlerin zustehen, die Ordensverleihung selbst vorzunehmen. Ich sehe hierin einen Verfassungsbruch und möchte hiermit zum Nachdenken anregen. (Bernard Klink, Schweden)

Umweltauto

Das Ein-Liter-Auto kommt zehn Jahre zu spät. Wenn man die ganzen Geländewagen verbieten würde, und die Abwrackprämie nur für das Ein-Liter-Auto gemacht hätte, dann hätte es Sinn gemacht. Aber die Autohersteller müssen erstmal wieder lernen innovativ zu werden. In den letzten 20 Jahren sind die Autos sicherer, komfortabler, schwerer, protziger, aber nicht verbrauchsärmer geworden. Und uns wurde das alles als Innovation verkauft: Alle Spritspartechnologien wurden durch Scheibenheber, Klimaanlagen etc. wieder zunichte gemacht. Und immer noch ist das Auto des Deutschen liebstes Kind - auch bei den Politikern. Mal sehen, was in 10 Jahren ist. Ob es Opel, Ford , GM, Chrysler etc. dann noch gibt ist eher fraglich. (Wilfried Hönemann, Bouvet Inseln)

Die Redaktion empfiehlt