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Deutschland: Management-Training

Sechs Medienmanager aus Russland und der Ukraine waren zu Gast in der DW-AKADEMIE in Bonn. In einem Workshop erarbeiteten sie neue Strategien für ihre Sender.

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Die Finanzkrise hat die Medienlandschaften in Osteuropa hart getroffen. Der Werbemarkt ist eingebrochen, viele Stationen sind gezwungen, ihre Programme zurückzufahren oder einzustellen. Die Krise betrifft private Sender ebenso wie staatliche.

06.2011 DW-AKADEMIE Medienentwicklung Europa/Zentralasien Deutschland Managementtraining 2

Roman Kyrkov

In dieser Situation passende Strategien und Lösungen zu finden, war das Ziel eines Workshops der DW-AKADEMIE für Manger von Radiostationen in Russland und der Ukraine. Zu ihnen zählte Roman Kyrkov. Der 35 Jährige ist Leiter der Abteilung Nachrichten und Aktuelles des staatlichen Gebietsradios in Charkiw, im Osten der Ukraine. „Ich habe an dem Training in Bonn teilgenommen, weil ich lernen wollte, wie Sender im Ausland arbeiten und wie das unter den Bedingungen des Wettbewerbs funktioniert“. Sein Sender solle in Zukunft in eine Rundfunkanstalt des öffentlichen Rechts umgewandelt werden, so Kyrkov. An einem entsprechenden Gesetzentwurf werde derzeit gearbeitet. „Aber es gibt keinen konkreten Plan für die Umsetzung“, bedauert er.

Während des sechstägigen Trainings diskutierten die Teilnehmer zunächst die Herausforderungen für die Sender und recherchierten die Medienmärkte in ihren jeweiligen Heimatländern. „Daraus“, so Lydia Rahnert, Koordinatorin für Russland, Belarus und die Ukraine in der DW-AKADEMIE, „haben sie in den folgenden Tagen Strategien für ihre Sender abgeleitet.“ Dabei sei es insbesondere darum gegangen, die eigene Zielgruppe genauer kennenzulernen. Mit diesem Wissen entwickelten die Teilnehmer dann innovative, hörerorientierte Programme und Musik-Angebote sowie neue Marketingstrategien.

Roman Kyrkov zieht ein positives Fazit des Trainings: „Ich habe sehr viel Theoretisches gelernt, das ich jetzt in die Praxis umsetzen kann“, sagt er am Rande des Workshops. Er wolle sich in Zukunft verstärkt für die Umstrukturierung seines Senders hin zu einer Anstalt des öffentlichen Rechts einsetzen. Und: „Mit dem, was ich hier erlernt habe, hätte ich große Lust, einen eigenen privaten Sender aufzubauen“.

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