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Interaktiv

"Der Papst hat die richtigen Worte gefunden"

Die Nahost-Reise des Papstes erhitzt die Gemüter - auch die vieler DW-WORLD.DE-User. Kommentiert wurden zudem die Wirtschaftskrise, die anstehende Wahl des Bundespräsidenten und die Diskussion über ein Einheitsdenkmal.

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Der Papst sollte den Menschen im Gazastreifen besser sagen, nicht weiter Missiles nach Israel zu senden und Terrorattentate auszuüben. Dann würde auch die Mauer fallen! Diese Mauer ist nicht politisch, sondern soll vor Attentaten schützen. Sie ist in keinem Falle mit der Berliner Mauer zu vergleichen, die verhindern sollte, dass sich Ostdeutsche nach dem Westen absetzten. (Hanns Herzberg)

Ich finde die Kritik an Papst Benedikt, vor allem vom Zentralrat der Juden, völlig unsinnig. Warum soll sich der Papst für Dinge entschuldigen, die Jahrhunderte oder noch länger zurückliegen. Sollen sich die Italiener dafür entschuldigen, dass die "Römer" einmal die Juden und Christen verfolgt haben? Sollen sich die weißen Siedler dafür entschuldigen, dass sie die Indianer in Amerika fast ausgerottet haben? Dass sie Sklaven gehalten haben? Wenn man es so sieht, müsste sich fast jede Nation bei einer anderen Nation für irgendetwas, was immer es auch war, entschuldigen. Der politischen Korrektness wegen. (Dieter Brückner)

Zu den Äußerungen unseres Papstes Benedikt bin ich der Meinung, dass er eine klare Position für den Frieden im Nahen Osten geäußert hat: Endgültig Frieden zwischen Israeliten und Palästinensern! Papst Benedikt hat m. E. die richtigen Worte und Gesten bisher bei seiner Reise gefunden. (Karl-Heinz Möller)

Als Privatperson hätte er natürlich das Recht, sich politisch zu äußern. Aber wann ist ein Papst Privatperson? Kirche und Staat sind getrennt, jedenfalls heißt es so in den Grundgesetzen vieler Staaten, es muss endlich wahr gemacht werden. Nein, der Papst soll sich lediglich um seine Kirche kümmern und der weltlichen Politik fern bleiben. (Gerhard Seeger)

Zum Verhältnis Juden und Katholiken

Ich bin der Meinung, dass in beiden Religionen Gewaltverherrlichung und Leugnung von Gewaltakten nichts zu suchen haben. Es sollten beide Religionen erst mal vor der eigenen Tür fegen, bevor man mit Zeigefingern aufeinander zeigt. (Karsten Teich)

Aung San Suu Kyi vor Gericht

Der Westen sollte mit äußerster Härte reagieren. Birma sollte alles an Wirtschaftshilfe usw. verlieren, notfalls sollten UN-Truppen mobilisiert werden - bis die Frau endlich freikommt. (Thomas Hofer)

Wie reagieren auf die Wirtschaftskrise?

Die Deutschen haben jetzt wenigstens einen Grund zum Meckern, auch wenn sie noch lange nicht so stark betroffen sind wie andere Länder der Welt. Diese Völker können trotz allem noch lächeln und freundlich zueinander sein. Die ganze Armutsdebatte in Deutschland ist ein Witz. (Jorge Vageler)

Eine bessere und schärfere Aufsicht über die Handlungsweise mancher Investmentbanker hätte viele Bürgerinnen und Bürger vor der Bauernfängerei geschützt. Wie viele von ihnen in ihrer Gutgläubigkeit haben ihre Ersparnisse verloren, sind Besitzer von wertlosen Fonds, mit denen sie nichts anfangen können. Hier meine ich, wäre es angebracht gewesen, wenn die Verbraucherverbände wachsam geblieben wären. (Kai Nicholson)

Der Autozulieferer Schaeffler in der Krise

Die Firma Schaeffler mit ihren Mitarbeitern hat in der Vergangenheit durch ihre Arbeit der Allgemeinheit genutzt. Gegen eine Firmenpolitik, die eine Erweiterung der Produktpalette beinhaltet, kann keiner etwas haben. Wenn diese langfristige Entwicklung durch eine von außen kommende Krise tangiert wird, so ist das doch nur o.k., wenn alle Anstrengungen auch vom Staat unternommen werden, um die betroffenen Menschen in Beschäftigung zu halten. Zum Wohle aller, auch des Staates. (Ellenruth und Klaus Hoffmann)

Man wird den Eindruck nicht los, dass die Berichterstattung bewusst negativiert wird. Schaeffler befindet sich in feinster Gesellschaft und ist genau so wenig verantwortlich für die Krise wie z.B. BMW, Daimler, Porsche, Volkswagen, Siemens, Thyssen oder die Banken. Ist es, weil Frau Schaeffler eine Frau ist, oder weil die Schaeffler-Gruppe zu erfolgreich war ohne den Einfluss der Banken? (Bernd R. Hettel)

Wahl des Bundespräsidenten

Der Bundespräsident sollte in direkter Wahl durch die Bürger bestimmt werden, denn seine Persönlichkeit steht über jeglichen politischen Richtung. (Klaus K. Zimmermann)

Es wäre höchste Zeit, dass eine direkte Beteiligung der Bundesbürger bei der Wahl eines Staatsoberhauptes endlich Wirklichkeit würde. Gesine Schwan ist die richtige Frau für dieses Amt. Sie ist kreativ, intelligent, weltoffen und unkonventionell. (Siegfried Klante)

Brauchen wir ein Einheitsdenkmal?

Ich meine: Es ist Quatsch, so ein Denkmal. Es hilft nicht und die nationale Identität wird dadurch auch nicht gefördert und/oder geändert. Das ist eine Erziehungssache und Sache der Einstellung, der Einflüsse auf einen selber und Sache der Politik. (Dieter Scherer)

Dass die großartigen künstlerischen Arbeiten für das Einheitsdenkmal in Berlin so negativ und dümmlich von der Jury und der Zeitungswelt abgeurteilt worden sind, zeigt, dass die Jury entweder nicht mit der paradiesischen Vielfalt an eingereichten Phantasie-Objekten umgehen kann und ihr die Luft ausgegangen ist, ein einziges Objekt zu küren, oder sie arrogant und überheblich sich anmaßt, pauschal Menschen abzuqualifizieren, die ihr Bestes gaben, um für die Deutsche Einheit Zeugnis abzulegen. Die Jury sollte sich bei den Künstlern entschuldigen. Und die Bundesbeauftragen für Kultur ebenso. Ich habe mir die Ausstellung angesehen und bin beeindruckt von der großartigen Leistung, die hier abgeliefert wurde. (I. Schultz)