Zwei Stürme bedrohen Mexiko | Aktuell Amerika | DW | 16.09.2013
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Aktuell Amerika

Zwei Stürme bedrohen Mexiko

Im Pazifik und in der Karibik haben sich mächtige Unwetterfronten gebildet, die jetzt auf die Küsten Mexikos prallen. Bei Überschwemmungen, Erdrutschen und Unfällen gab es bereits zahlreiche Todesopfer.

Überflutete Straße im Westen Mexikos (Foto:dpa)

Überflutete Straße im Westen Mexikos

An der Pazifikküste im Westen Mexikos traf der Tropensturm "Manuel" begleitet von heftigen Regenfällen nahe der Stadt Manzanillo im Bundesstaat Colima auf Land, wie der Nationale Wetterdienst mitteilte. Im Inneren des Sturms herrschten Windgeschwindigkeiten von bis zu 100 Kilometer pro Stunde, so die Meteorologen.

In der Küstenregion traten Flüsse über die Ufer, bei Erdrutschen wurden Straßen verschüttet, Telefonnetze brachen zusammen. Im Badeort Acapulco wurden die Streitkräfte in Alarmbereitschaft versetzt. Der Hafen von Acapulco wurde für die Schifffahrt gesperrt. Die Behörden warnten Urlauber, nicht an den Strand zu gehen. Zwei Segler wurden als vermisst gemeldet. Im westlichen Bundesstaat Guerrero mussten nach Angaben des Zivilschutzes mehr als 2000 Menschen vor den Unwettern in Sicherheit gebracht werden, viele tausend Haushalte waren ohne Stromversorgung. "Wir rufen die Bürger auf, sich von Flüssen fernzuhalten und die Notunterkünfte aufzusuchen", schrieb Gouverneur Ángel Aguirre auf Twitter.

Satellitenaufnahme von Hurrikan Ingrid im Golf von Mexiko (Foto: Reuters)

Satellitenaufnahme von Hurrikan "Ingrid" im Golf von Mexiko

In der Karibik zieht gleichzeitig der Hurrikan "Ingrid" weiter auf die mexikanische Ostküste zu. Für das Gebiet zwischen Cabo Rojo im Bundesstaat Veracruz und La Pesca in Tamaulipas sprachen die örtlichen Behörden Unwetterwarnungen aus. Mehr als 6000 Menschen wurden in der Region bereits vor den "Ingrid" begleitenden Regenfronten in Sicherheit gebracht. In Veracruz wurden mindestens 20 Brücken durch die Wassermassen beschädigt und mehr als 70 Dörfer von der Außenwelt abgeschnitten. Im Inneren des Hurrikans herrschen nach offiziellen Angaben Windgeschwindigkeiten von bis zu 120 Kilometern pro Stunde. An der Küste rechnen die Behörden mit einem Hochwasser von 1,5 Meter. Die staatliche Ölgesellschaft Pemex teilte mit, dass im Golf von Mexiko aus Sicherheitsgründen drei Ölplattformen evakuiert worden seien.

Nach ersten vorläufigen Angaben sind in beiden Küstengebieten mindestens 25 Menschen durch die Unwetter ums Leben gekommen. Allein bei einem Verkehrsunfall in der Pazifikregion starben sechs Insassen eines Kleintransporters, als der Fahrer bei schlechter Sicht auf der regennassen Straße die Kontrolle verlor. Die Behörden gegen davon aus, dass die Zahl der Toten weiter ansteigt.

wl/wa (dpa, rtr)