Zu viele Touristen: Thailand sperrt Maya Bay | DW Reise | DW | 30.01.2018
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Reise

Zu viele Touristen: Thailand sperrt Maya Bay

Die Korallenriffe rund um Thailands Traumstrand Maya Bay sind ein beliebtes Ziel bei Schnorchlern. Doch der Tourismusboom hat starke Schäden an den Korallen angerichtet. Nun muss der Strand zeitweise geschlossen werden.

Wegen der Korallenbleiche wird der Strand von Maya Bay in der Nebensaison zwischen Juni und September geschlossen. Der Strand mit seinem weißen Sand und dem türkisblauen Wasser steht bei Thailand-Urlaubern hoch im Kurs. Nicht zuletzt wegen des Backpacker-Films "The Beach" mit Leonardo DiCaprio, der dort u.a. gedreht wurde.

Filmstill Leonardo DiCaprio in in The Beach (Imago/United Archives International)

US-Schauspieler Leonardo DiCaprio in "The Beach"

Sichtbare Korallenbleiche und weitere Schäden haben schon in der Vergangenheit dazu geführt, dass beliebte Touristen-Inseln wie das Similan-Archipel geschlossen wurden, damit die Meeresfauna sich erholen kann. Dieses Jahr trifft das zum ersten Mal auch Maya Bay im Süden Thailands.

Insgesamt seien 77 Prozent von Thailands Korallenriffen schwer beschädigt, so Thon Thamrongnawasawat, ein renommierter Meeresökologe an der Kasetsart-Universität in Bangkok. Vor zehn Jahren seien nur 30 Prozent von Thailands knapp 240 Quadratkilometer großer Korallenwelt betroffen gewesen.

Korallenbleiche (picture-alliance/J.W. Alker)

Similan Islands im Süden Thailands kämpft seit Jahren mit der Korallenbleiche

Die Hauptursache für das Korallensterben sieht Thon im Abwasser von Strandhotels, das ins Meer geleitet wird. Weitere Gründe seien ins Meer geworfener Plastikmüll und Schäden durch Bootsanker. "Zeitweise Schließungen können ein Stück weit helfen", sagte der Wissenschaftler. "Ideal wäre aber nur eine dauerhafte Schließung - die ist aber nicht möglich, weil unsere Wirtschaft vom Tourismus abhängig ist."

Von Thailands Bruttoinlandsprodukt beruhen 20 Prozent auf Einnahmen aus dem Tourismus. Dieses Jahr rechnet das Land mit insgesamt 38 Millionen Besuchern.

fm/ks (dpa)