Zehntausende feiern Gay-Pride-Parade in Taiwan | Aktuell Asien | DW | 26.10.2019
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Gesellschaft

Zehntausende feiern Gay-Pride-Parade in Taiwan

Mit farbenprächtigen Kostümen und lauter Musik haben in Taiwans Hauptstadt Taipeh zahlreiche Menschen für die Rechte von Homosexuellen demonstriert. Erst im Mai hatte Taiwan die gleichgeschlechtliche Ehe eingeführt.

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"Homosexuelle sind gute Nachbarn"

Unter dem Motto "Homosexuelle sind gute Nachbarn" gingen mehr als 100.000 Teilnehmer der Pride-Parade in Taiwans Hauptstadt Taipeh auf die Straße, wie die staatliche Nachrichtenagentur CNA berichtete. Laut Veranstalterangaben waren es sogar rund 200.000 Demonstranten. Sie forderten mehr Rechte für Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender. 

Mehr als 2.000 gleichgeschlechtliche Ehepaare

Mit Regenbogenfahnen und farbenfroher Verkleidung bahnten sich die Demonstranten in mehr als 200 Gruppen ihren Weg vom Stadtzentrum zu einem Platz vor dem Amtssitz des Präsidenten. Die demokratische Inselrepublik hatte als erstes asiatisches Land im Mai die Ehe für alle eingeführt. Seitdem hatten sich mehr als 2.150 gleichgeschlechtliche Paare das Eheversprechen gegeben. 

Taiwan Gay Pride Parade (picture-alliance/AP/C. Ying-ying)

Mit Regenbogenfahnen und teils exzentrischer Kleidung feierten die Teilnehmer auch sich selbst

Taiwan gilt als eine der liberalsten Demokratien auf dem asiatischen Kontinent. Das Land ist seit fast 70 Jahren von China abgespalten, aber nicht formell unabhängig. Nur wenige andere Staaten erkennen Taiwan als eigenständigen Staat an. In China ist die gleichgeschlechtliche Ehe illegal. 

Homosexuelle in vielen Ländern verfolgt 

In etlichen Staaten Asiens werden Schwule und Lesben verfolgt. So droht ihnen in Malaysia, wo der Islam Staatsreligion ist, mehrjährige Haft. Brunei führte unlängst die Todesstrafe für homosexuelle Handlungen ein. In dem Sultanat auf der Insel Borneo gilt die islamische Scharia-Gesetzgebung.

sth/sti (dpa,rtr) 

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