Zahl der Flüchtlinge aus der Türkei in die EU steigt | Aktuell Europa | DW | 26.01.2019
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Europäische Union

Zahl der Flüchtlinge aus der Türkei in die EU steigt

Insgesamt sei die Zahl der Migranten aus der Türkei in die EU 2018 um 22 Prozent gestiegen. Das geht aus einem vertraulichen EU-Bericht hervor. Haupt-Einreiseland ist demnach weiterhin Griechenland.

Türkei Erzurum Flüchtlinge aus Afghanistan (Imago/Depo Photos)

Flüchtlinge aus Afghanistan in der Ost-Türkei (Archivbild)

"Die Gesamtzahl der Ankünfte aus der Türkei im Jahr 2018 lag bei 50.789", zitiert die "Welt am Sonntag" aus einem vertraulichen Bericht der EU-Kommission. Dagegen seien es im Vorjahr 41.720 Zugewanderte gewesen, was laut dem Brüsseler Bericht einem Anstieg von 22 Prozent gegenüber 2017 entspreche. Bei den Eingereisten handele es sich vor allem um Türken, Syrer, Iraker und Afghanen.  

Laut dem Dokument sind allein 47.939 Personen aus der Türkei nach Griechenland geflohen, davon 15.798 auf dem Landweg. Weitere Ankunftsländer waren demnach Italien (2.383), Bulgarien (349) und Zypern (118). 

Griechisch-türkische Grenze (picture-alliance/ANA-MPA/N. Arvanitidis)

Griechisch-türkische Grenze

Die Türkei hatte sich in einem Abkommen mit der EU verpflichtet, die Grenzen des Landes vom 18. März 2016 an gegen illegale Einreisen nach Europa zu schützen. Im Gegenzug wurden der Regierung in Ankara Zahlungen der Europäer von bis zu sechs Milliarden Euro zugesagt - vor allem zur Versorgung der nach türkischen Angaben rund 3,6 Millionen Schutzsuchenden im Land. Bisher wurden den Angaben zufolge etwa drei Milliarden Euro ausgezahlt. 

Menschenschmuggel ist großer Bereich

In dem vertraulichen EU-Bericht kommt auch das Europäische Zentrum für Migrantenschmuggel (EMSC) zu Wort. "90 Prozent der Migranten, die in der EU ankommen, werden während der Reise durch kriminelle Organisationen unterstützt" worden, so das EMC. Menschenschmuggel stelle heute den drittgrößten Bereich für die internationale Kriminalität dar.

nob/ml (dpa, kna)

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