Wirbelsturm ″Fani″ zieht über Bangladesch | Aktuell Asien | DW | 04.05.2019
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Katastrophe

Wirbelsturm "Fani" zieht über Bangladesch

"Fani", der stärkste Zyklon seit rund 20 Jahren, hat an Indiens Ostküste große Verwüstungen verursacht. Deutlich schwächer trifft er nun auf Bangladesch.

Zyklon Fani erreicht Bangladesch (Getty Images/AFP/M. Uz Zaman)

"Fani" hinterlässt Zerstörung in Khulna in Bangladesch

Mindestens vier Menschen kamen trotz aller Vorsichtsmaßnahmen und Massenevakuierung in Bangladesch ums Leben. Mehr als 60 Menschen wurden nach Angaben von Katastrophenschutzminister Enamur Rahman verletzt.

Die Meteorologie-Behörde in der Hauptstadt Dhaka maß Windgeschwindigkeiten von bis zu 88 Stundenkilometern. In Dhaka und einigen Küstengebieten Bangladeschs gab es heftige Regenfälle. Die Häfen wurden geschlossen.

Am Freitag war "Fani" als stärkster Zyklon seit rund 20 Jahren mit bis zu 205 Stundenkilometern auf Indiens Ostküste getroffen. Durch das Unwetter wurden Bäume und Strommasten umgerissen. Etliche Häuser wurden zerstört. Die Zahl der Todesopfer in Indien lag Medienberichten zufolge bei mindestens zwölf.

Im indischen Bundesstaat Westbengalen gibt es weiterhin noch teils heftige Regenfälle. Mehrere Tausend Menschen mussten ihre Häuser und Wohnungen verlassen und wurden vorübergehend in staatlichen Notunterkünften untergebracht. Flüge und Zugverbindungen wurden vorerst gestoppt.

Im indischen Bundesstaat Odisha normalisiert sich die Lage nur langsam

Im Bundesstaat Odisha normalisiert sich die Lage dagegen allmählich. Dort begannen Helfer bereits mit den Aufräumarbeiten und trugen umgestürzte Bäume von den Straßen. Die Behörden bemühten sich darum, die Stromversorgung und Telefonleitungen wiederherzustellen. Flüge und Zugverbindungen sollten bald wiederaufgenommen werden, sagte Prabhat Mahapatra von der örtlichen Katastrophenschutzbehörde. Zuvor mussten etwa 1,2 Millionen Menschen vorübergehend ihr Zuhause verlassen.

Nach Einschätzung der Zeitung "Times of India" ist es unter anderem den Sicherheitsmaßnahmen und deutlich präziseren Wettervorhersagen zu verdanken, das "Fani" nicht deutlich mehr Menschen in Indien zum Opfer fielen.

Wirbelstürme sind am Golf von Bengalen keine Seltenheit, vor allem zwischen April und November. "Fani" jedoch gilt als stärkster Zyklon in dem Gebiet seit 1999, als mehr als 10.000 Menschen in Odisha (damals Orissa) ums Leben kamen. Damals hatte der Wind eine Geschwindigkeit von 260 Stundenkilometern erreicht. Seitdem gelten die Sicherheitsvorkehrungen in dem Bundesstaat allerdings als deutlich verbessert.

hf/uh (rtr, dpa)

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