Schwerer Zyklon im Golf von Bengalen | Aktuell Asien | DW | 02.05.2019
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Unwetter

Schwerer Zyklon im Golf von Bengalen

Indien bereitet sich auf einen mächtigen Wirbelsturm vor. An der Ostküste wurden fast 800.000 Menschen an sichere Orte gebracht. Die Behörden rechnen mit dem Schlimmsten.

Indien Zyklon Fani (Reuters)

Düstere Aussichten: Wolken über der Stadt Visakhapatnam am Mittwoch an der indischen Ostküste

Mit Windgeschwindigkeiten bis zu 200 Kilometern pro Stunde soll Zyklon "Fani" innerhalb von 48 Stunden über die Küstenstadt Puri im Nordosten Indiens hinwegfegen. Der Wetterdienst warnte davor, dass der Sturm Bäume ausreißen und Häuser zerstören könnte. In einigen Gebieten müsse auch mit Überschwemmungen gerechnet werden.

Die Katastrophenschutzbehörde des Bundesstaates Odisha richtete in Schulen und Regierungsgebäuden rund 1000 Notunterkünfte ein. Sie sollen mehr als einer Million Menschen Schutz bieten. Die Evakuierungen dauern noch an. 

Infografik Zyklon FANI DE

In der betroffenen Region blieben die Schulen geschlossen; zahlreiche Züge fielen aus. Für Freitag wurden alle Flüge von und nach Bhubaneswar, der Hauptstadt des Bundesstaates Odisha, abgesagt, wie Indiens Ministerium für zivile Luftfahrt mitteilte. In der Metropole Kolkata (früher Kalkutta) sollen zwischen Freitag- und Samstagabend (Ortszeit) alle Verbindungen im Luftverkehr entfallen. Fischer wurden angewiesen, nicht aufs Meer hinauszufahren.

Indien Zyklon Fani (Reuters)

Ein Fischer bringt am Mittwoch nahe Visakhapatnam seine Ausrüstung in Sicherheit - vorerst sollen keine Boote ausfahren

Tropische Wirbelstürme sind im Golf von Bengalen keine Seltenheit. Vor allem zwischen April und November werden der Osten und der Südosten Indiens regelmäßig von Stürmen getroffen. Im Dezember 2017 kamen infolge des Zyklons "Ockhi" mehr als 250 Menschen ums Leben.

Doch der jetzt erwartete Sturm, so heißt es in Berichten, könnte der schlimmste seit zwei Jahrzehnten werden. 1999 war ein Zyklon mit bis zu 260 Kilometern pro Stunde über Odisha (das damals noch Orissa hieß) hinweggezogen. Mehr als 10.000 Menschen kamen in Folge des Unwetters ums Leben.

jj/hk (dpa, afp, rtr)

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