"Wir würden der NATO beitreten, wenn man uns lässt"
8. Dezember 2001Köln, 7.12.2001, UNIAN, KORESPONDENT, 1+1
UNIAN, ukrain., 6.12.2001
Der Präsident der Ukraine Leonid Kutschma hat erklärt, "wir würden der NATO beitreten, wenn man uns lässt". Das sagte er heute (6.12.) während der gemeinsamen Pressekonferenz mit dem deutschen Bundeskanzler Gerhard Schröder nach Abschluss der ukrainisch-deutschen Konsultationen. Gerhard Schröder zufolge verlaufe die Arbeit in den Gremien der NATO gut, in denen die Ukraine anwesend ist. Seinen Worten nach verläuft alles auf dem richtigen Weg. (MO)
KORESONDENT, ukrain., 7.12.2001
Während des Besuchs des deutschen Bundeskanzlers Gerhard Schröder in Kiew hat Präsident Leonid Kutschma erklärt, dass noch bis Ende seiner Präsidentschaft die Ukraine assoziiertes Mitglied der EU werden könnte. Deutschland sei bereit, die Schritte der Ukraine, die darauf abzielen, diesen Status zu erhalten, zu unterstützen. Auf einer gemeinsamen Pressekonferenz sagte der ukrainische Präsident, die Unterstützung Berlins sei für Kiew äußerst wichtig. Er unterstrich, dass der Weg zur EU sehr lang sei und das Maximum, mit dem die Ukraine bis zum Ende seiner Präsidentschaft im Jahr 2004 rechnen könne, sei der Beginn von Verhandlungen über den Status eines assoziierten Mitglieds der EU. (...) (MO)
1+1, ukrain., 6.12.2001
Der deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder ist für einen Tag gekommen, um Verhandlungen mit dem ukrainischen Präsidenten zu führen, aber auch, um das Gebäude zu besuchen, das irgendwann die Botschaft dieses Landes sein wird. (...)
Von den Staats- und Regierungschefs der G7 ist Gerhard Schröder der erste, der dieses Jahr Kiew besucht. Der aktive Dialog zwischen der Ukraine und dem Westen wurde seinerzeit vom "Kassettenskandal" unterbrochen. Seitdem hatte es in den bilateralen Beziehungen zwischen den Führungen der westlichen Staaten und der ukrainischen Staatsführung eine gewissen Pause gegeben.
Es wurde erwartet, dass Schröder in der Frage eines Kredits für die Fertigstellung der Atomkraftwerke in Chmelnyzkyj und Riwne einen Punkt setzt und er setzte ihn auch, denn er sagte, dass die EBWE zu einer Zusammenarbeit bereit gewesen sei, aber die Ukraine hätte nicht alle Bedingungen erfüllt, so habe sie die Stromtarife nicht erhöht. Die Ukraine fand indessen einen anderen Partner, nämlich Russland. Dennoch beabsichtigt eine ukrainische Delegation, das Hauptquartier der EBWE zu besuchen.
Gerhard Schröder ist überzeugt, dass der Weg der Ukraine in die EU lang sein wird, aber Deutschland will sich schon jetzt für die Unterzeichnung eines Abkommens über die assoziierte Mitgliedschaft der Ukraine in dieser Organisation einsetzen.
Einen informellen Punkt stellte der Besuch des Präsidenten und des Bundeskanzlers beim Fest aus Anlass der Fertigstellung der deutschen Botschaft in der Ukraine dar. (...) (MO)