Wiederwahl: Infantino bleibt bis 2023 FIFA-Boss | Aktuell Welt | DW | 05.06.2019
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Fußball

Wiederwahl: Infantino bleibt bis 2023 FIFA-Boss

Die FIFA setzt weiter auf Gianni Infantino als Führungskraft. Beim Kongress des Fußball-Weltverbandes wurde der Schweizer per Akklamation für vier weitere Jahre im Amt bestätigt.

FIFA-Präsident Gianni Infantino ist wie erwartet im Amt bestätigt worden. In seiner Dankesrede sagte der 49-Jährige, dies sei ein glücklicher Tag. "Danke an alle die mich lieben, und alle die mich hassen. Heute liebe ich jeden", erklärte Infantino vor Funktionären aus 211 FIFA-Mitgliedsländern in Paris. Diese hatten Infantino zuvor mit großem Applaus als Präsident des Fußball-Weltverbandes bestätigt.

Der Wiederwahl per Akklamation hatte der Kongress des Fußball-Weltverbands noch am selben Tag den Weg geebnet, indem er dem Antrag einer Änderung der FIFA-Statuten zustimmte. 197 Mitgliedsverbände sprachen sich dafür aus, dass der Präsident mit Applaus gewählt werden kann, wenn es keinen Gegenkandidaten gibt. Nur drei Verbände lehnten dies ab.

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Infantino: "Uns ist die Wende gelungen"

Seiner Wiederwahl hatte Infantino gelassen entgegensehen können. Am Dienstagnachmittag hatten sich auch die europäischen Verbände einmütig für seine Wiederwahl an der Spitze des Weltverbandes ausgesprochen. Auch der Deutsche Fußball-Bund hatte mitgeteilt, für Infantino zu votieren. Zuvor hatten schon die fünf anderen FIFA-Konföderationen Infantino ihre Unterstützung zugesagt.

Infantino: FIFA nun so, wie sie sein sollte

In seiner Eröffnungsrede zum Kongress des Fußball-Weltverbandes hatte der Schweizer zwar Fehler eingeräumt, insgesamt aber ein überaus positives Fazit seiner ersten Amtszeit gezogen. "Die letzten drei Jahre und vier Monate waren sicherlich nicht perfekt, ich habe sicher Fehler gemacht. Ich habe versucht, mich zu verbessern, aber heute am Wahltag spricht keiner mehr über Krisen. Niemand spricht mehr von Skandalen, niemand spricht mehr von Korruption." Die FIFA habe sich unter ihm von einem "toxischen, fast kriminellen Zustand gewandelt zu einem Zustand, wie er sein sollte".

Infantino führt den Weltverband seit 2016 als Nachfolger von Joseph Blatter an. Der ehemalige UEFA- Generalsekretär hatte damals überhaupt nur kandidiert, weil der damalige französische UEFA-Chef Michel Platini wegen Ethikvergehen gesperrt worden war. 

Zuletzt war Infantino wegen diverser Pläne für neue oder erweiterte Turnierformate wie die reformierte Club-WM in die Kritik geraten. Mit einer dubiosen Investment-Offerte über 25 Milliarden Dollar von namentlich nicht genannten Geldgebern für Vermarktungsrechte konnte sich der Schweizer zuletzt nicht durchsetzen. 

ie/pg (dpa, SID)

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