Wieder Raketen auf internationalen Stützpunkt im Irak | Aktuell Asien | DW | 14.03.2020
  1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Nahost

Wieder Raketen auf internationalen Stützpunkt im Irak

Erneut sind in der von den USA und Deutschland genutzten Basis in Tadschi Raketen eingeschlagen. Es war der zweite Angriff innerhalb weniger Tage.

Camp Taji Irak Militärbasis (picture-alliance/dpa/U.S. Army)

Sicherheitstraining im Camp Tadschi (Archivbild)

Insgesamt hätten 33 Katjuscha-Raketen Einheiten der irakischen Luftverteidigung getroffen, teilte die Militärführung des Landes mit. Die US-geführte internationale Anti-IS-Koalition erklärte über Twitter, drei ihrer Soldaten sowie zwei irakische Armeeangehörige seien verletzt worden.

Die irakische Militärführung verurteilte den Angriff als "unverhohlene Aggression". Deutsche Soldaten hätten unverzüglich Schutz gesucht und seien nicht verletzt worden, heißt es in einer Unterrichtung der Verteidigungspolitiker des Bundestages durch das Einsatzführungskommando.

Vergeltungsschläge der USA

Bereits am Mittwoch waren Raketen auf Tadschi abgefeuert worden. Zwei US-Soldaten und ein britischer Kamerad wurden getötet. Die USA flogen daraufhin Vergeltungsschläge, bei denen am Donnerstag sechs Iraker getötet wurden.

Die USA warfen der vom Iran unterstützten irakischen Miliz Kataib Hisbollah vor, den Angriff am Mittwoch verübt zu haben, und erklärten, ihre Luftangriffe hätten dieser Gruppe gegolten. Aus offiziellen irakischen Daten geht hervor, dass drei irakische Soldaten, zwei Polizisten und ein Zivilist getötet wurden, jedoch keine Angehörigen der Miliz.

Am Freitag verurteilte die Regierung in Bagdad die US-Schläge als Verstoß gegen die Souveränität des Landes und gezielte Aggression gegen ihre bewaffneten Einheiten.

uh/pg (dpa, rtr)

Die Redaktion empfiehlt