Wieder radioaktives Leck im japanischen Fukushima | Aktuell Asien | DW | 20.02.2014
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Aktuell Asien

Wieder radioaktives Leck im japanischen Fukushima

Im zerstörten Atomkraftwerk Fukushima in Japan ist erneut hochradioaktiv verseuchtes Wasser ausgetreten. Hundert Tonnen seien aus einem Tank gelaufen, räumte der AKW-Betreiber Tepco ein.

Das Leck sei Mittwochnacht endeckt und inzwischen gestopft worden. Es sei unwahrscheinlich, dass das Wasser ins Meer gelangt sei, beteuerte ein Sprecher.

Konzern bittet um Entschuldigung

Der Konzern ergreife verschiedene Maßnahmen und bitte die Öffentlichkeit um Entschuldigung für den Vorfall. Es ist der schwerste Zwischenfall seit August vergangenen Jahres, als eine ganze Reihe von Lecks entdeckt worden waren.

Zu dem neuen Vorfall sei es gekommen, als Wasser aus einem der großen Sammeltanks lief. Eine der Absperrung sei versehentlich offen geblieben und so habe zu viel Wasser in ein angrenzendes Becken gelangen können, teilte Tepco mit. Arbeiter hätten auf einem Kontrollgang festgestellt, dass Wasser aus einer Leitung an der Seite des Tanks getropft sei. Dieser befinde sich etwa 700 Meter vom Meer entfernt.

Das Atomkraftwerk war bei dem verheerenden Erdbeben und dem folgenden Tsunami im März 2011 zerstört worden. Es kam zur Kernschmelze. Fukushima liegt rund 200 Kilometer von der Hauptstadt Tokio entfernt.

Krisenmanagement mangelhaft

Tepco steht wegen seines Krisenmanagements nach der Katastrophe schon lange in der Kritik. Die japanische Atombehörde warf dem Konzern erst kürzlich vor, neue Messfehler bei der Feststellung der Höhe der Radioaktivität begangen zu haben. Und: Fast drei Jahre nach dem Unglück fehle immer noch ein grundsätzliches Verständnis für die Erfassung und den Umgang mit radioaktiver Strahlung, hatte die Behörde erklärt.

haz/uh (rtr, dpa)

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