Wieder Proteste in Hongkong - Demonstranten werfen Molotowcocktails | Aktuell Asien | DW | 12.10.2019
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Asien

Wieder Proteste in Hongkong - Demonstranten werfen Molotowcocktails

Die Proteste in Hongkong finden kein Ende: Erneut sind Tausende auf die Straße gegangen und haben sich gegen ein neues Vermummungsverbot gewehrt. Vereinzelt kam es zu neuen Ausschreitungen.

In Hongkong sind erneut Tausende Menschen gegen die Regierung auf die Straße gegangen. Trotz eines in der vergangenen Woche verhängten Vermummungsverbots trugen viele Demonstranten Gesichtsmasken, um so ihre Identität zu schützen und gleichzeitig gegen das Verbot zu protestieren.

Vereinzelt kam es zu neuen Ausschreitungen. Nach Behördenangaben wurden Molotowcocktails in eine U-Bahnstation geworfen. Die Station wurde schwer beschädigt, verletzt wurde aber niemand. Auch Straßenblockaden wurden errichtet. Die Polizei mahnte die "Randalierer", alle illegalen Aktivitäten einzustellen.

Proteste seit fünf Monaten

Seit Juni kommt es in der Finanzmetropole immer wieder zu Massenprotesten, die oft mit Zusammenstößen zwischen einem kleinen Teil der Demonstranten und der Polizei enden. Die Protestbewegung befürchtet zunehmenden Einfluss Chinas auf Hongkong. Seit der Rückgabe 1997 an China wird die frühere britische Kronkolonie mit einem eigenen Grundgesetz nach dem Grundsatz "ein Land, zwei Systeme" autonom regiert. Die sieben Millionen Hongkonger stehen unter Chinas Souveränität, genießen aber Rechte wie Meinungs- und Versammlungsfreiheit, um die sie jetzt fürchten.

wo/sti (dpa, rtre)

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