WHO zeigt sich besorgt über neue Ebola-Infektionen im Kongo | Aktuell Afrika | DW | 09.05.2018
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WHO testet neuen Impfstoff

WHO zeigt sich besorgt über neue Ebola-Infektionen im Kongo

Der Kongo kommt nicht zur Ruhe. Erneut ist in dem zentralafrikanischen Land die Ebola-Krankheit ausgebrochen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bestätigt zwei neue Fälle und zeigt sich besorgt.

Kongo Ausbruch von Ebola (Getty Images/AFP/D. Minkoh)

Im Kongo kommt es immer wieder zu Infektionen mit dem Ebola-Virus (Archivbild)

In der Demokratischen Republik Kongo ist wieder die hochgefährliche Ebola-Krankheit ausgebrochen. Das Gesundheitsministerium des zentralafrikanischen Landes warnte bereits am Dienstag vor einem "öffentlichen Gesundheitsnotstand mit internationalen Auswirkungen".

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bestätigte am Mittwoch den Ausbruch und zeigte sich besorgt. Zwei Menschen in Bikoro in der nordwestlichen Provinz Equateur seien positiv auf die tödliche Fieberkrankheit getestet worden, bestätigte die WHO in Genf. In den vergangenen fünf Wochen gab es fast 20 Todesfälle, hinter denen eine Ebola-Infektion vermutet wird.

Bereits der neunte bekannte Ebola-Ausbruch seit 1976

Die WHO arbeite eng mit der kongolesischen Regierung zusammen, um den hochansteckenden Ebola-Virus einzudämmen, hieß es. Experten der WHO, von Ärzte ohne Grenzen und der Provinzregierung seien auf dem Weg nach Bikoro, dessen Gesundheitseinrichtungen sehr karg ausgestattet seien. Es ist bereits der neunte bekannte Ausbruch von Ebola in dem Land seit 1976, als das tödliche Virus erstmals von einem belgischen Expertenteam nachgewiesen wurde. 

WHO testet neuen Impfstoff

Das Ebola-Virus gehört zu den gefährlichsten Krankheitserregern der Welt. Der Erreger kann hämorrhagisches Fieber auslösen. Nach WHO-Angaben sterben 25 bis 90 Prozent der Infizierten. Im Kongo kommt es immer wieder zu kleineren Ausbrüchen - so starben im vergangenen Jahr vier Menschen bei einem Ausbruch. Damals erlaubte die Regierung den Einsatz eines noch nicht offiziell zugelassenen Impfstoffs. Die Impfung wurde bereits mit erstem Erfolg im Rahmen der Schlussphase der verheerenden Ebola-Epidemie in Westafrika getestet. Bei dem Ausbruch starben in Liberia, Guinea und Sierra Leone 2014 und 2015 rund 11.000 Menschen.

fz/uh (dpa, afp, epd)