Werden Trump und Kim als Orchideen verewigt? | Aktuell Welt | DW | 11.05.2018
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Diplomatie

Werden Trump und Kim als Orchideen verewigt?

Mit einem Ergebnis des Treffens von US-Präsident Trump und Nordkoreas Machthaber Kim lässt sich schon jetzt rechnen: Es könnte zwei Orchideen geben, die den Namen der beiden Herren tragen.  

Das Kimilsungia-Blumenfestival in Pjöngjang (picture-alliance/dpa/F. Robichon)

Das Kimilsungia-Blumenfestival in Pjöngjang

Der Gipfel zwischen den USA und Nordkorea in Singapur wird möglicherweise zur Folge haben, dass es künftig eine Donald-Trump- und eine Kim-Jong-Un-Orchidee gibt. In dem südostasiatischen Stadtstaat hat es Tradition, dass Staatschefs und andere wichtige Besucher eine Orchidee mit ihrem Namen bekommen. 

Die Gäste dürfen die Blumen dann auch mit nach Hause nehmen - was allerdings sowohl in Washington als auch in Pjöngjang Schwierigkeiten bereiten könnte. Die tropischen Pflanzen sind nicht winterhart. 

Kim Jong Un (Archivbild) (Getty Images/AFP/KCNA)

Kim Jong Un (Archivbild)

Im Internet gibt es bereits eine rege Diskussion mit den verschiedensten Vorschlägen, wie eine Dendrobium Donald Trump und eine Dendrobium Kim Jong Un (so die wissenschaftlichen Namen) aussehen könnten. Darunter sind auch einige ziemlich exotische Gewächse. 

Offiziell ist noch keine Entscheidung darüber gefallen, ob die beiden eine eigene Blume bekommen. Der Gipfel findet am 12. Juni statt. Im Orchideengarten von Singapur gibt es auch schon eine Angela-Merkel- und eine Helmut-Kohl-Orchidee. Als letztem deutschen Besucher wurde die Ehre im vergangenen Herbst Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zuteil. 

Insgesamt gibt es etwa 1000 Orchideengattungen mit bis zu 30.000 Arten. Der Orchideengarten von Singapur hat nach eigenen Angaben die größte Sammlung der Welt. 

US-Präsident Trump und Frankreichs Staatschef Macron (r.) pflanzen eine Eiche am Weißen Haus (AFP/Getty Images/J. Watson)

US-Präsident Trump und Frankreichs Staatschef Macron (r.) pflanzen eine Eiche am Weißen Haus

Donald Trump hat gerade erst einen eher unsentimentalen Umgang mit geschenkten Pflanzen gezeigt. Eine junge Eiche, das symbolträchtige Geschenk von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, verschwand nach der gemeinsamen Pflanz-Zeremonie wieder vom Südrasen des Weißen Hauses. Wo der junge Baum von einem Gefechtsschauplatz aus dem Ersten Weltkrieg stand, war kurz darauf nur noch ein gelbes Rasenstück zu sehen. Frankreichs Botschafter Gérard Araud zufolge musste der Baum – wie jeder in die USA eingeführte lebende Organismus – in Quarantäne.

Die Kimilsungia auf der Blumenschau im Jahr 2014 (picture-alliance/dpa/AP Photo/D. Guttenfelder)

Die Kimilsungia auf der Blumenschau im Jahr 2014

Der Dendrobium Kim Jong Un könnte eine glorreichere Zukunft beschieden sein – denn einer vor Jahrzehnten nach Kims Großvater Kim Il Sung benannten Orchidee wird regelrecht gehuldigt: Jedes Jahr findet in der Hauptstadt Pjöngjang das Kimilsungia-Festival, eine große Blumenschau, statt.

stu/hk (dpa, twitter) 

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