Weniger Wachstum in der Eurozone | Wirtschaft | DW | 02.05.2018
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Konjunktur

Weniger Wachstum in der Eurozone

Das Wirtschaftswachstum in den Ländern der Eurozone hat sich zu Jahresbeginn deutlich verlangsamt. Die Arbeitslosenquote blieb zwar unverändert, ist aber in den 19 Mitgliedsländern der Währungszone sehr unterschiedlich.

Wie das Europäische Statistikamt Eurostat am Mittwoch mitteilte, wuchs das Bruttoinlandsprodukt in den Ländern der Gemeinschaftswährung im ersten Quartal nach einer ersten vorläufigen Schätzung im Vergleich zum Vorquartal nur um 0,4 Prozent. In den drei vorangehenden Quartalen hatten die Euroländer ein Wachstum von jeweils 0,7 Prozent verzeichnet. Verglichen mit dem Vorjahreszeitraum wuchs die Wirtschaftsleistung diesmal um 2,5 Prozent.

Diese Entwicklung bestätigt die Befürchtungen der Europäischen Zentralbank (EZB): Nach mehreren Quartalen, in denen das Wirtschaftswachstum die Erwartungen übertroffen hatte, hatte die EZB vor kurzem mitgeteilt, sie rechne mit einer Verlangsamung. Den vorläufigen Zahlen von Eurostat zufolge wuchs die Wirtschaft in der gesamten EU ebenfalls um 0,4 Prozent. Im vierten Quartal 2017 waren es 0,6 Prozent gewesen.

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Auf Wachstumskurs: Wirtschaft in der Eurozone

Arbeitslosenquote in der Eurozone unverändert

Die Arbeitslosenquote in der Eurozone hat sich dagegen zuletzt nicht verändert. Die Quote habe im März wie erwartet bei 8,5 Prozent verharrt, teilte Eurostat in Luxemburg mit. Niedriger war die Arbeitslosigkeit zuletzt im Dezember 2008. Volkswirte hatten mit einer stabilen Quote gerechnet. In den vorangegangenen Monaten hatte sich der Arbeitsmarkt immer mehr erholt. Infolge der Eurokrise war die Arbeitslosenquote im Jahr 2013 noch über 12 Prozent gestiegen.

Insgesamt waren 13.824 Millionen Frauen und Männer ohne Job - rund 83.000 weniger als im Vormonat und um 1,414 Millionen weniger als ein Jahr zuvor. Innerhalb in der Eurozone gibt es aber nach wie vor große Unterschiede: Malta (3,3 Prozent) und Deutschland (3,4) weisen die niedrigsten Arbeitslosenquoten aus, die höchsten haben Griechenland (20,6 Prozent im Januar) und Spanien (16,1). Allerdings weicht die Quote von Eurostat für Deutschland wegen einer anderen Berechnungsgrundlage deutlich von dem Wert der Bundesagentur für Arbeit ab.

tko/hb  (afp, dpa, rtr)

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