Weihnachtsinsel vor 375 Jahren entdeckt | DW Reise | DW | 18.12.2018
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Reise

Weihnachtsinsel vor 375 Jahren entdeckt

Am 25. Dezember 1643 sichteten holländische Seefahrer eine Insel im Indischen Ozean. Ihre Entdeckung an Weihnachten bestimmte ihren Namen. Und später wurde noch eine Weihnachtsinsel im Pazifik entdeckt.

Die erste Weihnachtsinsel liegt im Indischen Ozean zwischen Australien und Indonesien und wurde erstmals von dem holländischen Seefahrer William Mynors und seiner Crew am Weihnachtstag 1643 gesichtet. Der 135 Quadratkilometer große Flecken vulkanischen Ursprungs mit seinen etwa 1400 Bewohnern gehört seit 1957 zu Australien.

Flagge der Weihnachtsinsel (picture-alliance/blickwinkel/McPHOTO/K. Steinkamp)

Flagge der Weihnachtsinsel

Vor allem Taucher zieht es in die Reviere vor der Insel, denn die bunte Unterwasserwelt lockt mit farbenprächtigen Korallenriffen sowie mit der Anwesenheit der majestätischen Walhaie, die zwischen November und April in den Buchten auf Beute gehen.

Weihnachtsinsel Krabbe (Imago/OceanPhoto/R. Dirscherl)

Weihnachtskrabbe am Strand

Außerdem fasziniert auch die Fauna der Weihnachtsinsel, jährlich nisten hier rund 80.000 Seevögel und auch rote Krebse wandern regelmäßig über die Strände der Insel.

Inspiration für "Die Schatzinsel"

Die andere rund 375 Quadratkilometer große Weihnachtsinsel ist ein Atoll im Pazifik, hat etwa 5000 Einwohner und liegt südlich von Hawai. Sie gehört zum Inselstaat Kiribati.

Satellitenbild Kiribati (picture-alliance/NASA)

Satellitenbild von Kiribati

Der Brite James Cook entdeckte das Eiland am 24. Dezember 1777 und nannte es Weihnachtsinsel. In der Landessprache wurde das Wort zu Kiritimati, eine Transkription des englischen "Christmas". Weniger als 6000 Reisende besuchen jedes Jahr die Küsten des Inselstaats Kiribati. Dabei ist vor allem die Weihnachtsinsel international als eine der besten Orte bekannt, wo Sportfischer Knochenfische angeln können.

Flagge Kiribati (picture-alliance/blickwinkel/McPHOTO/K. Steinkamp)

Flagge von Kiribati

Selbst Prominenz war schon vor Ort: Der Schriftsteller Robert Louis Stevenson hat vor über 200 Jahren Atolle des Inselstaates Kiribati besucht. Angeblich hat der bekannte Autor auf seiner Reise viele Aufsätze und Essays verfasst, die er später zu Meisterwerken wie beispielsweise "Die Schatzinsel" verarbeitet haben soll.

Luftaufnahme von Abrolhos Islands (picture-alliance/blickwinkel/A. Niehues)

Eastern Islands, Houtman-Abrolhos-Archipel, Australien

Ostern als Namensgeber

Im Übrigen ist nicht nur die Entdeckung Ende Dezember ein schöner Anlass, eine Insel nach einem Feiertag zu benennen. Bestes Beispiel dafür sind die Osterinseln, von denen es auch gleich mehrere gibt: Zum einen trägt diesen Namen eine 60 Kilometer vor der australischen Küste gelegene Inselgruppe, die zum Houtman-Abrolhos-Archipel gehört.

BG Chile Osterinsel im Pazifik (picture-alliance/imagebroker/FB-Fischer)

Osterinsel im Pazifik

Im Südostpazifik befindet sich eine weitere Osterinsel, die politisch zu Chile und geografisch zu Polynesien gehört. Am 5. April 1722 erkundete die Expedition des Holländers Jacob Roggeveen das einsam gelegene Eiland mit ebenso rätselhaften wie riesigen, aus Tuffstein gehauenen Köpfen. Die Europäer nannten es Osterinsel, "weil dies eben der Ostersonntag war", wie der zu Roggeveens Crew gehörende Rostocker Carl Friedrich Behrens lapidar festhielt. Seit 1995 ist die Insel, auch Rapa Nui genannt, Teil des UNESCO-Welterbe.

is/ks (kna, dpa)

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