Weißes Haus will nach Affäre Schaden begrenzen | NRS-Import | DW | 09.02.2018
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Vereinigte Staaten

Weißes Haus will nach Affäre Schaden begrenzen

Das Machtzentrum der USA verliert einen Mitarbeiter, durch dessen Hand alle Schreiben an den Präsidenten gingen - wegen Missbrauchsvorwürfen. Jetzt geht es darum, wer was wann gewusst hat.

Stabschef des Weißen Hauses John Kelly und Stabssekretär Rob Porter (picture alliance/AP/E. Vucci)

Stabschef Kelly (links) mit Rob Porter (Archivbild)

Das Weiße Haus ist in der Affäre um einen engen Mitarbeiter von Donald Trump um Rückendeckung für Stabschef John Kelly bemüht. Rob Porter, der unter anderem alle schriftlichen Informationen an den US-Präsidenten kanalisierte, war Kellys rechte Hand. Der 40-Jährige hatte seinen Posten am Mittwoch verlassen, weil Vorwürfe zweier Ex-Ehefrauen publik wurden, die ihn häuslichen Missbrauchs und der Gewalt beschuldigen.

Trumps Sprecher Raj Shah sagte, Kelly seien die Vorwürfe gegen Porter bis Mittwoch "nicht vollumfänglich bewusst" gewesen. Das widerspricht - zumindest im Tenor - Medienberichten, wonach Kelly die Anschuldigungen seit Monaten kannte. Den Berichten zufolge erfuhr das FBI davon, als es Porter als hochrangigen Mitarbeiter des Weißen Hauses routinemäßig im Rahmen eines so genannten Background-Checks überprüfte.

"Schockierend und verstörend"

Shah sagte, die Vorwürfe seien schockierend und sehr verstörend. Es sei aber auch wichtig, darauf hinzuweisen, dass Porter sie wiederholt abgestritten habe. Der Sprecher erklärte, Kelly habe nichts von den FBI-Erkenntnissen gewusst: "Der Stabschef erhält keine detaillierten Updates darüber, was jemandem vorgeworfen wird oder nicht."

Zunächst hatte Shah formuliert, Porter habe die Kündigung erhalten. Später korrigierte er sich und sagte, Porters Rücktritt sei akzeptiert worden. "Wir hätten mit dieser Situation alle besser umgehen können", gestand er ein.

Trump habe nicht gewusst, dass Porter lediglich mit einer befristeten Sicherheitsgenehmigung im Weißen Haus gearbeitet habe. Der Präsident sei "sehr betrübt" gewesen, als er am Mittwoch von den viele Jahre zurückliegenden Vorwürfen gegen Porter erfahren habe.

jj/se (dpa, rtr)