Was ist das Higgs-Teilchen? | Wissen & Umwelt | DW | 08.10.2013
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Wissen & Umwelt

Was ist das Higgs-Teilchen?

Es ist unglaublich klein. Aber unglaublich wichtig, um die Welt um uns herum zu verstehen. Und es sorgt dafür, dass der Zeiger ausschlägt, wenn wir uns auf die Waage stellen. Das Higgs-Teilchen!

Die Illustration zeigt den Zerfall eines Higgs-Boson (Grafik: CERN/dpa)

Ein Higgs-Teilchen zerfällt

Im Jahr 1964 hatte der theoretische Physiker Peter Higgs eine gewagte Idee: Es gibt ein Teilchen, das den anderen, zahlreichen Materie-Teilchen ihre Masse verleiht. Diese Hypothese entwickelte er auf dem Papier, mit physikalisch-mathematischen Formel-Beweisen.

Bis dahin hatten Quarks, Elektronen und Neutrinos nach anerkannter mathematischer Definition keine Masse. Sie würden unaufhörlich mit Lichtgeschwindigkeit umher rasen. Das tun sie aber nicht: Also muss sie irgendetwas bremsen.

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Was ist das Higgs-Boson?

Ihnen Masse geben und damit Gewicht. Genau das soll das Higgs-Teilchen tun. Und zwar sollen diese Higgs-Teilchen überall im Universum ein feinmaschiges Netz bilden, in dem die Bestandteile der Materie hängen bleiben. Higgs-Teilchen sind demnach so etwas wie der Klebstoff, der die verschiedenen Elementarteilchen zusammenhält, aus denen Materie, also auch der Mensch besteht.

Nobelpreisgekürt

Lange Zeit war das nach seinem Erfinder benannte Higgs-Teilchen reine Theorie. Jahrelang versuchten Physiker am CERN, der Europäischen Organisation für Kernforschung in Genf, sich dem "Gottesteilchen" statistisch anzunähern. Im Sommer 2012 gelang ihnen der Nachweis: Das Higgs-Teilchen gibt es wirklich!

Sehen wird man es nie, dafür ist es viel zu klein. Aber für seine Vorhersage bekamen Peter Higgs und der Belgier François Englert den Physik-Nobelpreis 2013.

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