Viele Tote und Verletzte bei IS-Anschlag in Bagdad | Aktuell Nahost | DW | 15.10.2016
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Terror im Irak

Viele Tote und Verletzte bei IS-Anschlag in Bagdad

Ein Selbstmordattentäter hat sich in der irakischen Hauptstadt inmitten einer Menschenmenge in die Luft gesprengt. Mindestens 34 Menschen wurden getötet. Zu dem Anschlag bekannte sich die Terrormiliz "Islamischer Staat".

Der Attentäter habe seinen Sprengstoffgürtel in einem Zelt bei einer schiitischen Trauerfeier im nördlichen Stadtteil al-Schaab gezündet, teilten Polizei und Rettungskräfte mit. Augenzeugen zufolge wurde den Trauergästen gerade Essen serviert. Zu dem Angriff bekannte sich die Dschihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS), die Schiiten als Ungläubige betrachtet und regelmäßig Anschläge auf die Religionsgruppe verübt. Den Angaben zufolge wurden bei dem Anschlag auch mindestens 36 Menschen verletzt.

Der Selbstmordattentäter hat sich in Bagdad einem Zelt in die Luft gesprengt (Foto: Reuters)

Der Selbstmordattentäter hat sich in Bagdad einem Zelt in die Luft gesprengt

Die Schiiten begingen am Mittwoch das Aschura-Fest, bei dem sie des Martyriums von Imam Hussein gedenken, einem Enkel des Propheten Mohammed, der im Jahr 680 in der Schlacht von Kerbela von dem sunnitischen Kalifen Jasid getötet worden war. Während des wichtigsten schiitischen Feiertags gab es mehrere blutige Anschläge auf Versammlungen der Schiiten.

Offensive auf Mossul steht bevor

Die sunnitische Extremistenorganisation IS hat angesichts von Gebietsverlusten in diesem Jahr zahlreiche Anschläge im Irak verübt. Beim schwersten im Juli starben mehr als 300 Menschen. Der IS kontrolliert noch immer große Gebiete im Norden und Westen des Irak. Zusammen mit den USA und verbündeten schiitischen Milizen bereitet die irakische Armee zurzeit die Rückeroberung der Millionenmetropole Mossul vor. Die zweitgrößte Stadt des Landes war 2014 von der Terrormiliz erobert worden.

ust/qu (dpa, afp, rtr)