Viele Tote nach Doppelanschlag in Libyen | Aktuell Afrika | DW | 24.01.2018
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Terrorismus

Viele Tote nach Doppelanschlag in Libyen

Bei einem Doppelanschlag im libyschen Bengasi sind zahlreiche Menschen getötet worden. Unter den Opfern soll auch ein Milizenführer sein. Die Stadt steht unter der Kontrolle des mächtigen Militärführers Chalifa Haftar.

Bei der Explosion zweier Autobomben sind in der libyschen Küstenstadt Bengasi mindestens 27 Menschen getötet und rund 42 verletzt worden. Einige Verletzte befänden sich in einem kritischen Zustand, hieß es aus Krankenhauskreisen.

Die Autobomben seien kurz nacheinander im Ortsteil Al-Salmani in der Nähe einer Moschee explodiert. Augenzeugen berichteten, dass die erste Bombe explodierte, als Gläubige die Moschee verließen. 

Unter den Opfern soll auch ein Anführer einer lokalen Miliz sein. Wer hinter dem Anschlag steckt, ist noch unklar. 

In Bengasi begann 2011 der Aufstand gegen den damaligen Machthaber Muammar al-Gaddafi. In Folge des anschließenden Bürgerkrieges wurde die Stadt jahrelang heftig umkämpft und stand unter der Kontrolle eines Bündnisses aus überwiegend islamistischen Milizen. Im Sommer vergangenen Jahres übernahm der mächtige Militärführer Chalifa Haftar mit seinen Truppen die Kontrolle über die wichtige Hafenstadt. 

Seit dem Sturz Gaddafis versinkt Libyen im Chaos. Weite Teile des Landes werden von bewaffneten Milizen kontrolliert. Von dem anhaltenden Konflikt profitierte auch der IS.

stu/sam (afp, dpa)

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