Verfahren nach Tötung in Chemnitz eingestellt | Aktuell Deutschland | DW | 18.01.2019
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Justiz

Verfahren nach Tötung in Chemnitz eingestellt

Weil ein Deutscher mutmaßlich von Asylbewerbern getötet wurde, demonstrierten in der sächsischen Stadt auch rechte Gruppen. Jetzt verengt sich der Kreis der Beschuldigten auf zwei - weil eines der Verfahren endet.

Deutschland Gedenkort in Chemnitz nach Messerangriff (picture-alliance/dpa/H. Schmidt)

Ein Polizist am Gedenkort, der an das Opfer des Messerangriffs erinnert (Archivbild)

Das Ermittlungsverfahren gegen einen der Beschuldigten im Fall Chemnitz ist eingestellt worden. Eine Tatbeteiligung an dem tödlichen Messerangriff auf einen 35-Jährigen sei dem Iraker nicht nachzuweisen, teilte die Staatsanwaltschaft Chemnitz mit. Auch die Aussagen von Zeugen, der Mann sei in den Streit vor knapp fünf Monaten verwickelt gewesen, hätten sich im Laufe der Vernehmungen nicht bestätigt.

Yousif A. war nach dem Tötungsdelikt vorläufig festgenommen worden. Er kam aber rund drei Wochen später aufgrund mangelnden Tatverdachts wieder auf freien Fuß. Dringend tatverdächtig sind in dem Fall weiter zwei andere Männer.

Gegen einen von ihnen erhob die Staatsanwaltschaft in der vergangenen Woche Anklage - unter  anderem wegen gemeinschaftlichen Totschlags. Während der Auseinandersetzung Ende August soll er mit einem Messer auf den 35-jährigen Daniel H. eingestochen haben. Dieser starb unmittelbar nach der Tat. Außerdem wurde ein Mann durch Messerstiche verletzt.

Fahndung läuft weiter

Ein weiterer Tatverdächtiger ist nach wie vor auf der Flucht. Nach ihm wird seit Monaten mit einem internationalen Haftbefehl gesucht. Auch er soll mit einem Messer auf H. eingestochen haben. Der Fall löste zahlreiche Demonstrationen auch rechter Gruppen in Chemnitz aus, weil es sich bei den Tatverdächtigen um Ausländer handelt.

jj/ie (dpa, afp)

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