Venezolaner lassen Asylbewerberzahl in der EU ansteigen | Aktuell Europa | DW | 10.06.2019
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Migration nach Europa

Venezolaner lassen Asylbewerberzahl in der EU ansteigen

Venezuela ist nach Syrien zur Zeit das Hauptherkunftsland von Asylbewerbern in der Europäischen Union - noch vor Afghanistan. Das geht aus neuen Zahlen der EU-Behörden hervor.

Venezuela Frau mit Pass (picture-alliance/AP Photo/M. Mejia)

Aus wirtschaftlicher Not verlassen Venezolaner ihre Heimat (Symbolbild)

Die Zahl neuer Asylbewerber in der EU ist deutlich gestiegen. Von Anfang Januar bis Ende April wurden bei der Asylagentur EASO insgesamt 206.500 Anträge auf Asyl registriert. Im gleichen Zeitraum 2018 waren es noch rund 179.000.

Danach ist die Zahl der Asylbewerber aus Staaten gestiegen, deren Bürger ohne Visum in die Schengenzone einreisen dürfen. Dazu gehören Venezuela, Kolumbien, Albanien und Georgien.

Schwere Wirtschaftskrise

Venezuela, das durch die sozialistische Staatsführung in eine schwere politische und wirtschaftlichen Krise rutschte, war im März hinter Syrien die Nummer zwei der wichtigsten Herkunftsländer von Schutzsuchenden gefolgt von Afghanistan.

Die Zahl der visafrei eingereisten Asylbewerber aus Venezuela erhöhte sich laut einem Bericht der Funke-Mediengruppe in den ersten vier Monaten um 121 Prozent auf 14.257; aus Kolumbien kamen demnach 8097 Menschen, 156 Prozent mehr als in der gleichen Zeit des Vorjahrs.

Aus dem Bürgerkriegsland Syrien stellten 20.392 Menschen Erstanträge auf Asyl. Die Zahl ging um acht Prozent zurück. Aus Afghanistan wurden 14.042 Erstanträge registriert, 36 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

uh/as (dpa, afp, epd)

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