USA und China erzielen Handelsstreit-Konsens | Aktuell Welt | DW | 19.05.2018
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Welthandel

USA und China erzielen Handelsstreit-Konsens

Zwischenzeitlich sah es nach einem gefährlichen Handelskrieg der beiden weltgrößten Volkswirtschaften aus. Doch nun vermelden Washington und Peking eine weitere Annäherung ihrer Positionen.

Die USA und China erklärten in einer gemeinsamen Stellungnahme, man habe effektive Maßnahmen vereinbart, um das Handelsdefizit der Vereinigten Staaten mit der Volksrepublik "erheblich" zu verringern. China werde künftig mehr US-Produkte vor allem aus den Bereichen Landwirtschaft und Energie kaufen. "Das wird dabei helfen, das Wachstum und die Beschäftigung in den USA zu stützen." Zahlen oder Zeiträume werden in der Erklärung allerdings nicht genannt.

In dieser Woche war eine chinesische Delegation in Washington, um über Lösungen zu beraten. Nun wollen die USA wieder eine Delegation nach China schicken, um Details auszuarbeiten.

Überschuss erzürnt Trump

US-Präsident Donald Trump hatte immer wieder beklagt, dass China deutlich mehr Waren in sein Land exportiert, als die Volksrepublik von dort importiert. Nach Angaben der Regierung in Washington summierte sich der chinesische Überschuss im vergangenen Jahr auf gut 375 Milliarden Dollar (rund 318 Milliarden Euro). Trump drohte daraufhin mit zusätzlichen Strafzöllen auf rund 1300 chinesische Produkte, woraufhin die Führung in Peking Gegenmaßnahmen ankündigte. Es gab große Befürchtungen vor einem Handelskrieg, der auch die Export-Nation Deutschland treffen würde.

Donald Trump verhängt Strafzölle gegen China (Reuters/J. Ernst)

Trump - zwischenzeitlich entschlossen zum Handelskrieg mit China

Der Schutz geistigen Eigentums, dessen Diebstahl China seitens der USA oft vorgeworfen wird, wird in der gemeinsamem Stellungnahme nicht detailliert erwähnt: Man sei sich aber seiner überragenden Bedeutung bewusst und werde die Kooperation verstärken, heißt es. China wolle seine bestehenden Gesetze einschließlich des Patentrechts ergänzen.

wa/qu (rtr, dpa, afp)

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