USA stoppen Gespräche mit den Taliban | Aktuell Asien | DW | 13.12.2019
  1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Südasien

USA stoppen Gespräche mit den Taliban

Die USA haben die Friedensgespräche für Afghanistan mit den radikal-islamischen Taliban wieder einmal unterbrochen. Hintergrund sind Selbstmordanschläge bei denen Zivilisten von Bomben zerrissen wurden.

Man werde in Doha eine "kurze Pause" einlegen, damit die Talibanvertreter ihre Führung zu diesem wichtigen Thema konsultieren können, teilte der US-Sondergesandte für Afghanistan, Zalmay Khalilzad (Artikelbild), mit. Die Taliban müssten zeigen, dass sie bereit und in der Lage seien, auf den afghanischen Wunsch nach Frieden zu reagieren.

Die Taliban hatten am Mittwoch einen Anschlag nahe dem US-Militärstützpunkt Bagram in Afghanistan verübt. Dabei kamen zwei Zivilisten ums Leben, mehr als 70 Menschen wurden verletzt. Bei einem erneuten Anschlag in der südostafghanischen Provinz Ghazni wurden an diesem Freitag zehn Zivilisten getötet. Die Bombe explodierte rund 300 Meter von einer Militärbasis der afghanischen Armee. Afghanische Behörden vermuten die Taliban auch hinter diesem Anschlag.

Monatelange Pause

Erst am Samstag hatten die USA und die Taliban wieder Gespräche aufgenommen, nachdem US-Präsident Donald Trump diese im September aufgekündigt hatte. Bei seiner Ankündigung zur Wiederaufnahme der Gespräche hatte er eine Waffenruhe als Vorbedingung gefordert - was die Taliban bislang abgelehnt haben.

Der Sprecher des politischen Büros der Taliban, Suhail Schahin, nannte die Gespräche in Doha "positiv und gut". Zu Beginn der Woche hatte Schahin dem Sender Ariana News gesagt, er rechne mit einem Abkommen binnen zwei Wochen.

cgn/rb (dpa, rtre)

Die Redaktion empfiehlt