USA setzen Kopfgeld auf Osama bin Ladens Sohn aus | Aktuell Amerika | DW | 28.02.2019
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Terrorismus

USA setzen Kopfgeld auf Osama bin Ladens Sohn aus

Er hat eine Schlüsselposition bei der Terrorgruppe Al-Kaida und wird von Geheimdiensten gesucht. Die USA bieten nun eine Belohnung von bis zu einer Million Dollar für Informationen über Hamza bin Laden.

Hamza bin Laden Sohn von Osama Bin Laden (picture-alliance)

Der US-Geheimdienst CIA veröffentlichte 2017 dieses Foto von Hamza bin Laden

Über den Aufenthaltsort von Hamza bin Laden, manchmal auch "Kronprinz des Dschihad" genannt, wird seit Jahren spekuliert. Einige wollen ihn in Pakistan oder Afghanistan gesehen haben, andere in Syrien oder auch im Iran unter Hausarrest. In einer Erklärung des US-Außenministeriums heißt es, Hamza bin Laden sei der Sohn des getöteten Al-Kaida-Chefs Osama bin Laden und habe in der Terrororganisation eine führende Rolle eingenommen. Die US-Behörden setzten auf Hamza ein Kopfgeld von bis zu einer Million Dollar aus.

Der etwa 30-Jährige hat seit 2015 mehrfach über einschlägige Kanäle im Internet zu Anschlägen gegen die USA und westliche Verbündete aufgerufen und mit Terrorattacken gedroht, um die Tötung seines Vaters zu rächen. Osama bin Laden war im Mai 2011 in der pakistanischen Garnisonsstadt Abbottabad von einem US-Spezialkommando getötet worden. Die amerikanische Regierung sieht in seinem Sohn einen global agierenden Terroristen und setzte ihn Anfang 2017 auf ihre Terrorliste. Mögliche Vermögenswerte des jungen Bin Laden wurden damit eingefroren. US-Bürger und Firmen dürfen seither auch keine Geschäfte mehr mit ihm abwickeln.

Tochter von Mohammed Atta geheiratet

Einer von Hamzas Halbbrüdern berichtete im vergangenen Jahr, dass dieser die Tochter von Mohammed Atta geheiratet habe. Atta war einer der Attentäter der Terroranschläge vom 11. September 2001 in den USA. Der Ägypter galt als führender Kopf der Hamburger Terrorzelle und steuerte ein Flugzeug in den Nordturm des World Trade Centers in New York.

Die Familie Bin Laden gehört in Saudi-Arabien zu den reichsten des Landes und spielt dort nach wie vor einen bedeutenden Part in der höheren Gesellschaft.

se/wa (afp, ap, dpa)

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