USA melden mehr als 4,4 Millionen neue Arbeitslose | Aktuell Amerika | DW | 23.04.2020
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Arbeitsmarkt

USA melden mehr als 4,4 Millionen neue Arbeitslose

Die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie sind in den USA verheerend: Innerhalb einer Woche meldeten sich weitere 4,4 Millionen Menschen arbeitslos. Ein Milliarden-schweres Paket soll Erleichterung bringen.

USA Steigende Arbeitslosigkeit durch Coronavirus (Reuters/N. Oxford)

US-Bürger warten vor dem Arbeitsamt in Fort Smith, Arkansas

In den USA haben in den vergangenen Tagen noch einmal Millionen Menschen einen Erstantrag auf Arbeitslosengeld gestellt. Das US-Arbeitsministerium meldete die fünfte Woche in Folge einen massiven Anstieg: 4,4 Millionen Beschäftigte verloren zuletzt ihren Job. Insgesamt zählte das Ministerium bis jetzt 26 Millionen Arbeitslosen-Erstanträge. 

Das Coronavirus und die Maßnahmen zu dessen Eindämmung haben viele Wirtschaftsbranchen weitgehend zum Erliegen kommen lassen. Zahlreiche Betriebe mussten zumindest vorübergehend schließen. Besonders betroffen sind Angestellte und Unternehmer von Hotels, Gaststätten, dem Einzelhandel und dem Tourismussektor.

Vierte Finanzspritze für Unternehmen

Die Erstanträge gelten als Indikator für die kurzfristige Entwicklung des Arbeitsmarkts in der größten Volkswirtschaft der Welt und deuten auf einen dramatischen Wirtschaftseinbruch infolge der Corona-Krise hin. Bis zum März hatte die Zahl der Erstanträge noch regelmäßig unter 100.000 pro Woche gelegen.

Um den wirtschaftlichen Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie entgegen zu wirken, hatte der US-Senat ein viertes großes Hilfspaket im Wert von fast einer halben Billion Dollar auf den Weg gebracht. Das Gesetz muss nun noch das Repräsentantenhaus passieren. 

Von den darin vorgesehenen rund 480 Milliarden Dollar sollen vor allem kleinere und mittlere Unternehmen sowie Kliniken profitieren. Darin sind allein 320 Milliarden an Krediten für Betriebe mit weniger als 500 Angestellten vorgesehen, außerdem 75 Milliarden Dollar für Krankenhäuser, 25 Milliarden für eine Ausweitung der Coronavirus-Tests und 60 Milliarden Dollar an Nothilfen unter anderem für die Landwirtschaft.

Trump will dringend zurück zur Normalität

Der Kongress hatte bereits Ende März das mit einem Volumen von rund zwei Billionen Dollar größte Rettungspaket der US-Geschichte beschlossen. Darin waren bereits rund 350 Milliarden Dollar für kleine und mittlere Unternehmen enthalten. Das Geld war aber in weniger als zwei Wochen aufgebraucht. Kritik wurde laut, weil auch größere Unternehmen wie Restaurantketten aus diesem Programm Geld erhielten.

Laut der Johns-Hopkins-Universität wurden mehr als 840.000 Infektionen und mehr als 46.000 Tote in den USA bestätigt. In den Staaten wird dennoch intensiv über eine Lockerung der Corona-Restriktion diskutiert, um das Wirtschaftsleben wieder in Gang zu bekommen. US-Präsident Donald Trump drängt auf eine rasche Rückkehr zur Normalität. Viele Gouverneure wollen aber aus Sorge vor einer zweiten Infektionswelle an den Ausgangsbeschränkungen festhalten. Einige konservative Gouverneure arbeiten hingegen an einer baldigen Lockerung.

sam/rb (afp/dpa/)

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