USA entsenden Soldaten nach Saudi-Arabien | Aktuell Nahost | DW | 20.07.2019
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Kräftemessen in der Golfregion

USA entsenden Soldaten nach Saudi-Arabien

Für Washington ist der Schritt Abschreckung und Sicherheitsmaßnahme zugleich: Nach den jüngsten Spannungen am Persischen Golf sollen US-Truppen in Saudi-Arabien stationiert werden. Riad heißt den Plan willkommen.

Der Schritt diene als zusätzliche Abschreckungsmaßnahme und dazu, die Streitkräfte und Interessen der USA in der Region vor Bedrohungen zu schützen, teilte das US-Zentralkommando Centcom mit. Saudi-Arabien hatte die Stationierung kurz davor bewilligt - zur Verteidigung der regionalen Sicherheit und Stabilität sowie zur Stärkung der Sicherheitskooperation mit den USA, wie die staatliche Nachrichtenagentur SPA meldete.

US-Medien hatten berichtet, dass die Regierung von Präsident Donald Trump die Entsendung von bis zu 500 Soldaten nach Saudi-Arabien plane. Zuletzt waren US-Truppen dort 2003 offiziell stationiert. Die Soldaten waren 1991 im Zuge des Golfkriegs in das Königreich verlegt worden. Von einem Luftstützpunkt südlich von Riad flog die US-Luftwaffe damals Angriffe auf den Irak. Zeitweise waren 200 US-Militärflugzeuge dort stationiert.

Nadelöhr Straße von Hormus

Die Spannungen in der Golfregion hatten sich zuletzt massiv verschärft. In der Straße von Hormus ereigneten sich mehrere Zwischenfälle, am Freitag setzten die iranischen Revolutionsgarden dort zwei britische Tanker fest. Einen ließen sie später weiterfahren. Die USA hatten am Donnerstag erklärt, das Kriegsschiff "USS Boxer" habe in der Meerenge eine iranische Drohne zerstört.

Britischer Tanker Stena Impero (picture-alliance/AP Photo/Stena Bulk)

Der unter britischer Flagge fahrende Öltanker "Stena Impero" wurde von den Iranischen Revolutionsgarden (IRGC) gestoppt

Unter Verweis auf eine "Bedrohung" durch den Iran hatten die USA bereits in den vergangenen Monaten ihre Militärpräsenz am Golf verstärkt. So kündigte das Pentagon im Juni die Entsendung weiterer 1000 Soldaten in den Nahen Osten an. Bereits im Mai hatten die USA ihre Kräfte in der Region um 1500 Soldaten aufgestockt.

hk/jj (dpa, afp, rtr)

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