US-Verteidigungsminister Shanahan zu Antrittsbesuch im Irak | Aktuell Welt | DW | 12.02.2019
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US-Engagement im Irak

US-Verteidigungsminister Shanahan zu Antrittsbesuch im Irak

Das US-irakische Verhältnis war schon einmal besser - vor Präsident Trump. Der sorgte kürzlich mit Worten und Taten für schlechte Laune in Bagdad. Ob der neue Mann im Pentagon daran etwas ändern kann, wird sich zeigen.

US-Verteidigungsminister Patrick Shanahan in Kabul (Foto: picture-alliance/dpa/AP/R. Burns)

Von Überraschungsbesuch zu Überraschungsbesuch: Am Montag war Shanahan noch in Afghanistan

Der kommissarische US-Verteidigungsminister Patrick Shanahan ist zu einem nicht angekündigten Besuch in den Irak gereist. Bei den Gesprächen in der Hauptstadt Bagdad dürfte es vor allem um die künftige US-Militärpräsenz im Irak gehen. Shanahan wird auch Ministerpräsident Adil Abdel Mahdi treffen. US-Präsident Donald Trump hatte kürzlich mit der Äußerung für Empörung gesorgt, dass US-Streitkräfte vom Irak aus "den Iran überwachen" sollten.

Ärger über Trump wegen Iran

Trump hatte Anfang Februar in einem Fernsehinterview gesagt, die USA wollten den irakischen Luftwaffenstützpunkt Ain al-Assad "behalten", um von dort aus "den Iran zu überwachen". Im Irak, wo es schon lange Forderungen nach einem Abzug der US-Truppen gibt, stießen diese Äußerungen auf Protest. Präsident Barham Saleh sagte, die Verfassung verbiete "die Nutzung des Irak als Stützpunkt, um ein benachbartes Land zu attackieren". US-Truppen seien auf der Grundlage gemeinsamer Vereinbarungen im Irak, und jede Aktivität außerhalb dieses Rahmens sei "inakzeptabel".

Ärger über Trump wegen Weihnachtsbesuch 

Trump hatte die Iraker bereits verärgert, als er zu Weihnachten zu einem Truppenbesuch nach Ain al-Assad gereist war, ohne dabei Vertreter der irakischen Regierung zu treffen. Offiziell unterhalten die USA keine eigenen Stützpunkte mehr in dem Land, sondern haben nur Militärberater auf irakischen Basen stationiert, um die Armee auszubilden und im Kampf gegen die Dschihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) zu unterstützen. Insgesamt sind noch etwa 5200 US-Soldaten dort stationiert.

Shanahan will mit den US-Kommandeuren im Irak auch den Rückzug der amerikanischen Truppen aus Syrien besprechen. Am Montag war er bereits überraschend nach Afghanistan gereist und hatte sich in Kabul mit Präsident Aschraf Ghani getroffen. Es ist die erste Auslandsreise von Shanahan, der seit Januar den zurückgetretenen US-Verteidigungsminister Jim Mattis ersetzt.

sti/fab (afp, ap, rtr)

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