US-Regierung schränkt Reisen nach Kuba ein | Aktuell Amerika | DW | 05.06.2019
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Strafmaßnahmen

US-Regierung schränkt Reisen nach Kuba ein

Die USA haben neue Sanktionen gegen Kuba verhängt, die der Tourismusbranche des Landes schaden sollen. Unter anderem sind US-Bürgern Gruppenreisen zu Bildungszwecken in den Karibikstaat untersagt.

Kreuzfahrten auf Kuba (picture-alliance/dpa/G. Nova)

Ein Kreuzfahrtschiff legt im Hafen von Kubas Hauptstadt Havanna an

Wie das Finanzministerium in Washington mitteilte, dürfen Kreuzfahrtschiffe und Segeljachten aus den USA die Insel künftig nicht mehr ansteuern. Das Anreisen mit Privat- und Firmenflugzeugen ist US-Bürgern ebenfalls verboten. Linienflüge von den USA nach Kuba gibt es dagegen weiterhin.

Die US-Regierung unter Präsident Donald Trump hatte bereits im April neue Reiseeinschränkungen für Kuba angekündigt. Tourismusreisen von US-Bürgern waren schon zuvor nur unter bestimmten Bedingungen möglich gewesen - diese Möglichkeiten sind nun weiter begrenzt worden. So sind Gruppen-Bildungsreisen aus den USA nach Kuba unter der Neuregelung nicht mehr gestattet, Familienbesuche sowie Reisen beispielsweise aus journalistischen, akademischen oder humanitären Gründen aber schon.

USA werfen Kuba Destabilisierung der Region vor

Finanzminister Steven Mnuchin begründete die Strafmaßnahmen mit der "destabilisierenden" Rolle, die der Inselstaat in der Region spiele. Er prangerte die kubanische Unterstützung für die linksgerichteten Regierungen in Venezuela und Nicaragua an.

Kuba Straßenszene in Havanna (picture-alliance/AP/R. Espinosa)

Straßenszene in Havanna

Der kubanische Außenminister Bruno Rodríguez kritisierte, dass Washington die kubanische Wirtschaft "abwürgen" und den Lebensstandard der Kubaner senken wolle, um "politische Konzessionen" zu erzwingen. "Damit werden sie erneut scheitern", schrieb er auf Twitter.

Viertel Million US-Reisende im ersten Quartal 2019

Die neuen Sanktionen könnten den kommunistisch regierten Staat dutzende Millionen Dollar Einnahmen im Jahr kosten. In den ersten vier Monaten des laufenden Jahres waren rund 250.000 US-Bürger nach Kuba gereist - fast doppelt so viele wie im Vorjahreszeitraum.

Video ansehen 01:28

Tourismus ist Kubas letzte Hoffnung (20.05.2019)

Die USA verhängten 1962 ein Wirtschaftsembargo gegen Kuba. Trumps Vorgänger Barack Obama hatte einen Annäherungskurs gegenüber dem Karibikstaat verfolgt. In seiner Amtszeit nahmen beide Staaten nach jahrzehntelanger Eiszeit diplomatische Beziehungen auf.

hk/kle (dpa, afp)

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