US-Notenbank Fed erhöht die Zinsen | Wirtschaft | DW | 20.12.2018
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USA

US-Notenbank Fed erhöht die Zinsen

Das wird US-Präsident Donald Trump nicht gefallen: Die US-Notenbank Fed hat den Leitzins bereits zum vierten Mal in diesem Jahr erhöht. Der Zinssatz liegt nun zwischen 2,25 und 2,5 Prozent.

Die US-Notenbank Federal Reserve hat ihren Leitzins erneut angehoben. Die Federal Funds Rate, der Zinssatz, zu dem sich Banken gegenseitig über Nacht Geld leihen, steigt damit um 0,25 Punkte auf einen Zielkorridor von 2,25 bis 2,5 Prozent.

Die Entscheidung der Währungshüter um Fed-Chef Jerome Powell (Artikelbild) war in dieser Form weitgehend an den Märkten erwartet worden, dennoch reagierten die Börsen prompt. Der Dow-Jones-Index schloss mit rund 1,5 Prozent im Minus, die Technologiebörse Nasdaq verlor sogar fast 2,2 Prozent. Beide Indizes sind auf einem Jahrestief.

US-Präsident Donald Trump hatte erheblichen Druck auf die eigentlich unabhängig von der Politik agierende Notenbank ausgeübt. Per Twitter warnte er die Fed davor, die Zinsanhebung zu beschließen. Die Notenbanker dürften keinen "weiteren Fehler" machen. Trump glaubt, dass durch unnötig hohe Zinsen die US-Konjunktur abgewürgt werden könnte.

Weniger Anhebungen 2019

Es ist der neunte Zinsschritt der Fed seit 2015 und der vierte im laufenden Jahr. Die Notenbank signalisierte einen möglicherweise etwas langsameren Zinsanstieg im kommenden Jahr. Fed-Chef Powell hatte jüngst betont, die Fed nähere sich einem Zinsniveau, mit dem die Wirtschaft weder angeschoben noch gebremst werde. Daher sei nun ein behutsames Vortasten ratsam.

Powell wies Vermutungen von sich, dass die Politik Einfluss auf geldpolitische Entscheidungen nehmen könnte. Politische Erwägungen spielten keine Rolle in der Festlegung des geldpolitischen Kurses, sagte Powell nach der Zinssitzung der Fed in Washington. Ein Pressevertreter hatte ihn explizit danach gefragt. "Niemand wird uns davon abhalten, den richtigen Weg zu gehen", unterstrich der Notenbankchef.

pg/rb (rtr, dpa)

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