US-Kopfgeld auf Hisbollah-Mann ausgesetzt | Aktuell Welt | DW | 20.07.2019
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Terrorismus

US-Kopfgeld auf Hisbollah-Mann ausgesetzt

Er soll eine Blutspur durch die halbe Welt gezogen haben: Washington lastet Salman Raouf Salman entsetzliche Anschläge in der westlichen Hemisphäre an - eine der Taten rückt gerade wieder in den Blickpunkt.

Argentinien Fahndungsbild Salman Raouf Salman alias Samuel Salman El Reda (AFP/Argentina's Public Prosecutor's Office)

Salman Raouf Salman - hier auf einem argentinischen Fahndungsfoto von 2009

Die US-Regierung hat eine Belohnung von sieben Millionen Dollar (6,2 Millionen Euro) für Hinweise zum Verbleib eines führenden Hisbollah-Terroristen ausgesetzt. Salman Raouf Salman alias Samuel Salman El Reda leite Aktivitäten der libanesischen Miliz in der westlichen Hemisphäre, teilte das US-Außenministerium mit. Salman sei auch einer der Drahtzieher bei dem Anschlag auf das jüdische Gemeindezentrum Amia in Buenos Aires vor 25 Jahren gewesen.

Damals waren 85 Menschen getötet und Hunderte verletzt worden. US-Außenminister Mike Pompeo nahm in der argentinischen Hauptstadt an einer Gedenkveranstaltung zum Jahrestag des Attentats teil.

Mutmaßliche iranische Drahtzieher

Die argentinische Regierung hatte die Hisbollah am Donnerstag als Terrororganisation eingestuft und für den Anschlag offiziell verantwortlich erklärt - ebenso wie für ein Attentat auf die israelische Botschaft in Buenos Aires zwei Jahre zuvor, bei dem 29 Menschen getötet wurden. Vermögen der Hisbollah wurde eingefroren. Für beide Anschläge sind bislang keine Täter verurteilt. Ermittelt wurde gegen mutmaßliche iranische Drahtzieher.

Buenos Aires | Gedenken an Bombenanschlag (picture-alliance/AP Photo/N. Pisarenko)

Argentinien gedachte am Donnerstag des Amia-Attentats - hier die Namen der Opfer

Hisbollah-Agent Salman soll inzwischen die libanesische und die kolumbianische Staatsbürgerschaft haben. US-Regierungsverantwortliche vermuten ihn "irgendwo im Nahen Osten".

Die schiitische Hisbollah (Partei Gottes) entstand 1982 mit iranischer Unterstützung. Seit 1992 ist sie im libanesischen Parlament vertreten. Sie kämpft mit Gewalt gegen Israel und für eine "Herrschaft des Islams". Die USA, Kanada und Israel haben die gesamte Hisbollah auf ihre Terrorlisten gesetzt, Großbritannien, Australien und die EU lediglich deren militärischen Arm.

jj/hk (dpa, afp)

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