US-Justizministerium soll Maulwurf im Weißen Haus suchen | Aktuell Amerika | DW | 07.09.2018
  1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Wer war das?

US-Justizministerium soll Maulwurf im Weißen Haus suchen

Ein anonymer Autor offenbarte in einer Kolumne der "New York Times", wie Trump-Mitarbeiter angeblich dessen Politik blockierten. Trump will nun gegen die Zeitung vorgehen.

US-Präsident Donald Trump hat an seinen Justizminister Jeff Sessions appelliert, nach dem Autor des anonymen Zeitungsbeitrags zu angeblichem internen "Widerstand" in der US-Regierung zu fahnden. An Bord der Regierungsmaschine Air Force One sagte Trump nach Angaben von mitreisenden Reportern, es gehe hier um eine Frage nationaler Sicherheit.

Es müsse verhindert werden, dass der Verfasser künftig an hochrangig besetzten Regierungsberatungen teilnehme, für welche die Erlaubnis auf Einsicht in geheime Sicherheitsdokumente erforderlich sei, sagte der Präsident während einer Flugreise in den US-Bundesstaat North Dakota.

Das Schlimmste verhindern

Die "New York Times" hatte am Mittwoch einen anonymen Beitrag eines Regierungsvertreters veröffentlicht, der in drastischen Worten mit dem Präsidenten ins Gericht geht. Der Autor, bei dem es sich nach Angaben des Blatts um ein "hochrangiges Regierungsmitglied" handelt, schildert in dem veröffentlichen Artikel organisierten Widerstand innerhalb der Regierung gegen Trump.

Er rühmt die "unbesungenen Helden" in der Regierung, die den Präsidenten als Gefahr für die USA betrachteten und zum Schutz der "demokratischen Institutionen" seine Politik sabotierten. Dieser Kreis von Regierungsmitarbeitern sähe ihre Aufgabe darin, Trump am Schlimmsten zu hindern. Die Wurzel des Problems sei die Unmoral Trumps. "Es mag in dieser chaotischen Zeit vielleicht nur ein schwacher Trost sein, aber die Amerikaner sollen wissen, dass Erwachsene im Raum sind."

"Ich war's nicht"

Trump hatte den Gastbeitrag bereits feige genannt und auch die "New York Times" scharf angegriffen. Auf die Frage, ob er gegen das Blatt vorgehen wolle, sagte Trump, das habe er noch nicht entschieden. Trump äußerte die Vermutung, dass es sich bei dem Autor nicht um ein Mitglied der obersten Regierungshierarchien handle: "Es scheint nicht jemand sehr weit oben zu sein, denn jeder von denen sehr weit oben hat bereits gesagt: 'Ich war's nicht.'"

sam/ww (afp, dpa)

Die Redaktion empfiehlt