US-Forscher: Mehr als eine Viertelmillion Corona-Tote weltweit | Aktuell Welt | DW | 05.05.2020
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COVID-19

US-Forscher: Mehr als eine Viertelmillion Corona-Tote weltweit

Seit Ausbruch der Pandemie sind an COVID-19 weltweit mehr als 250.000 Menschen gestorben. Großbritannien hat die meisten Todesfälle in Europa. In Deutschland zeichnet sich ein positiver Trend ab.

Nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore lag die Zahl der weltweit nachgewiesenen Infektionen mit dem Coronavirus bei knapp 3,6 Millionen. Darüber hinaus verzeichnete sie mehr als 251.000 Todesfälle. Die von der Universität veröffentlichten Infektions- und Todeszahlen sind in der Regel höher als jene der Weltgesundheitsorganisation (WHO), weil sie regelmäßiger aktualisiert werden. In manchen Fällen wurden die Zahlen zuletzt aber auch wieder nach unten korrigiert. Die WHO hatte bis Montag mehr als 3,4 Millionen bestätigte Infektionen und knapp 240.000 Todesfälle gemeldet.

USA sind besonders betroffen

Die meisten Todesfälle infolge der Coronavirus-Pandemie gab es mit rund 69.000 in den USA, wo die Zahl der nachgewiesenen Infektionen bei knapp 1,2 Millionen liegt und damit ebenfalls am höchsten war. Europa ist nach wie vor der am stärksten von der Pandemie betroffene Kontinent. Dort gibt es bislang 145.023 Todesopfer und 1,572 Millionen Infektionsfälle. In Deutschland ist die Zahl der festgestellten Infektionen um 685 auf 163.860 gestiegen, wie das Robert-Koch-Institut (RKI) mitteilt. Die Zahl der COVID-19-Todesfälle legt um 139 auf 6831 zu. Laut Johns-Hopkins-Unversität liegt sie bei 6993. Auch die Angaben der Universität und des RKI divergieren aufgrund der unterschiedlichen Erhebungen regelmäßig.

Coronavirus New York Hart Island Anlegen von Massengräbern für die Opfer (Reuters/L. Jackson)

In New York werden zahlreiche Tote in Massengräbern bestattet

Vergleiche zwischen einzelnen Ländern - insbesondere anhand absoluter Zahlen - erweisen sich allerdings sowohl mit Blick auf die Infizierten - als auch auf die Todeszahlen als schwierig. Nicht nur sind die Bevölkerungsstrukturen unterschiedlich. Die Staaten befinden sich auch in verschiedenen Stadien der Pandemie und unterscheiden sich in Hinblick auf die Zahl der durchgeführten Tests. Hinzu kommt die erwartete hohe Dunkelziffer nicht diagnostizierter Infektionen.

Trauriger Rekord

In Europa ist Großbritannien besonders betroffen. Dort sind mehr als 32.000 Menschen mutmaßlich an der vom Coronavirus ausgelösten Lungekrankheit COVID-19 gestorben - so viele wie sonst nirgends in Europa. 

Für Deutschland beurteilt das Robert-Koch-Institut (RKI) die Entwicklung der Zahl der Infektionen positiv. "Die Zahl der übermittelten Infektionsfälle sinkt weiter. Das ist eine sehr gute Nachricht", sagte RKI-Präsident Lothar Wieler in Berlin. In der vergangenen Woche seien täglich zwischen 700 bis 1600 Fälle an das RKI gemeldet worden. Am Montag waren es 685. Die Reproduktionsrate werde auf  0,71 geschätzt – das heißt, jede infizierte Person überträgt die Krankheit durchschnittlich auf 0,71 Personen.

bri/sam/pg (dpa, afp)

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