US-Ermittler finden angeblich Leck zu Wikileaks | Fokus Amerika | DW | 30.07.2010
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Fokus Amerika

US-Ermittler finden angeblich Leck zu Wikileaks

US-Militärs verbuchen angeblich erste Erfolge auf der Suche nach Geheimnisverrätern +++ Keine Lösung im Streit zwischen Kolumbien und Venezuela +++ "Unerbittlichster Sheriff der USA" in Arizona

Lupe vergrößert Informationen auf einer Internetseite (Foto: Karl-Josef Hildenbrand dpa/lby)

Geheime Dokumente auf Wikileaks

Aggressiv und entschlossen wolle man nach undichten Stellen suchen. Das sagte US-Verteidigungsminister Robert Gates nachdem rund 90.000 überwiegend geheime Militärakten der Internetseite "Wikileaks" zugespielt und dort zum größten Teil auch veröffentlicht worden waren. Die erste undichte Stelle scheint das Verteidigungsministerium jetzt gefunden zu haben. Laut der US-amerikanischen Zeitung "Wall Street Journal" soll ein 22-jähriger Obergefreiter die Afghanistan-Akten an Wikileaks weitergegeben haben.

Keine Lösung im Streit zwischen Kolumbien und Venezuela

Die diplomatischen Beziehungen zwischen Kolumbien und Venezuela sind eingefroren. Zudem hatte Venezuelas Staatschef Hugo Chávez die Streitkräfte seines Landes in Alarmbereitschaft versetzt. Grund des seit langem andauernden Streits zwischen den beiden Ländern ist der Vorwurf Kolumbiens, Venezuela beherberge rund 1.500 kolumbianische FARC-Rebellen. Venezuela bestreitet das. Die Nachbarländer wollen in dem Konflikt vermitteln. Dazu trafen sich am Donnerstag (29.07.2010) in der ecuadorianischen Hauptstadt Quito die Außenminister des Südamerikanischen Staatenbunds UNASUR. Das Treffen ging allerdings ergebnislos zu Ende. Dafür soll es in Kürze einen weiteren Vermittlungsversuch geben, dann durch die Regierungs-Chefs der UNASUR-Staaten.

"Unerbittlichster Sheriff der USA" in Arizona

Joe Arpaio ist nach eigenen Angaben der "unerbittlichste Sheriff der USA". Der 78-jährige hat es sich zur Hauptaufgabe gemacht, illegale Einwanderer zu jagen und einzusperren. Mehr als Tausen von ihnen sind ihm schon ins Netz gegangen. Arpaio ist ein Freund des verschäften Einwanderungsgesetzes von Arizona, das ein US-Gericht in der geplanten Form gekippt hatte. Trotzdem will er weitermachen wie bisher. In seinem Gefängnis, dass aus Zelten besteht, schafft er jetzt Platz für weitere Häftlinge. Die müssen bei 40 Grad Hitze in Zelten leben und rosafarbene Gefängniskleidung tragen.

Redaktion/Moderation: Marco Müller

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