US-Behörden warnen vor Schäden durch Klimawandel | Aktuell Amerika | DW | 23.11.2018
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Globale Erwärmung

US-Behörden warnen vor Schäden durch Klimawandel

Die Klimaerwärmung wird zu einer wachsenden Gefahr für die Wirtschaft der USA. Dies ist das Ergebnis des Nationalen Klimaberichts. Präsident Trump macht derweil deutlich, was er von wissenschaftlichen Erkenntnissen hält.

Kohlekraftwerk in Juliette im US-Bundesstaat Georgia(picture-alliance/pa/AP Photo/J. Amis)

Kohlekraftwerk in Juliette im US-Bundesstaat Georgia (Archivbild)

Ein neuer Bericht mehrerer US-Bundesbehörden warnt eindringlich vor schweren Schäden durch den Klimawandel für Umwelt, Gesellschaft und Wirtschaft in den USA. In dem Report mahnen die Wissenschaftler, ohne erhebliche Anstrengungen werde der Klimawandel zunehmende Schäden an Infrastruktur und Eigentum anrichten und das Wirtschaftswachstum des Landes in den nächsten Jahrzehnten hemmen. "Bis zur Mitte des Jahrhunderts könnten die jährlichen Verluste in den Vereinigten Staaten durch den Klimawandel hunderte Milliarden Dollar betragen", heißt es im vierten National Climate Assessment.

Die Experten warnten unter anderem, steigende Temperaturen, extreme Hitze, Dürren, Brände und Unwetter beeinträchtigten zunehmend die Landwirtschaft. Auch Fischerei oder Tourismus seien besonders verletzlich für die Auswirkungen des Klimawandels. Der Handel werde ebenfalls beeinträchtigt. Der Klimawandel bedrohe auch die Gesundheit und das Wohlergehen der Amerikaner - etwa durch extreme Wetterbedingungen, Veränderungen der Luftqualität oder die Verbreitung neuer Krankheiten. 

Der Bericht analysiert auch die Auswirkungen für weitere gesellschaftliche Bereiche. Die gesellschaftlichen Anstrengungen im Kampf gegen den Klimawandel hätten in den vergangenen fünf Jahren zwar zugenommen, aber nicht in ausreichendem Maße, um schwere Schäden für Wirtschaft, Umwelt und Gesundheit der Menschen in den kommenden Jahrzehnten abzuwenden. 

US-Präsident Donald Trump (Reuters/E. Thayer)

US-Präsident Donald Trump

Die USA hatten erst in den vergangenen Wochen und Monaten mit verheerenden Hurrikans und Waldbränden zu kämpfen. Wissenschaftler machen den Klimawandel dafür verantwortlich und warnen vor einer Zunahme schwerer Naturkatastrophen. 

Als Unsinn abgetan

Der mehr als 1000 Seiten umfassende vierte NCA-Bericht, Teil II, wurde im Auftrag des US-Kongresses von über 3000 Wissenschaftlern zusammengestellt. Den Sonderbericht des vergangen Jahrs hatte US-Präsident Donald Trump als Unsinn abgetan.

Trump spottet seit langem über Experten-Warnungen. Vor Wochen sagte der Präsident zwar in einem Interview, er bestreite den Klimawandel nicht. Er zweifle aber daran, dass menschliches Handeln dafür verantwortlich sei. Doch am vergangenen Mittwoch schrieb Trump auf Twitter angesichts besonders kalter Temperaturen am US-Feiertag Thanksgiving: "Was, bitte, ist mit der globalen Erderwärmung passiert?" 

stu/jj (dpa, afp) 
 

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