Uruguayische Schriftstellerin Ida Vitale erhält Cervantes-Literaturpreis | Kultur | DW | 15.11.2018
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Literatur

Uruguayische Schriftstellerin Ida Vitale erhält Cervantes-Literaturpreis

Den Cervantes-Preis gibt es seit mehr als 40 Jahren, nun nimmt ihn mit der 95-jährigen Ida Vitale erst zum fünften Mal eine Frau in Empfang. Sie sei zugleich "universell und persönlich", urteilte die Jury.

Die Dichterin sei "zugleich intellektuell und populär, universell und persönlich, transparent und tief", sagte Spaniens Kulturminister José Guirao am Donnerstag (15. November) in Madrid. Nachdem im vergangenen Jahr der nicaraguanische Autor und Menschenrechtler Sergio Ramírez den Preis erhalten hatte, widersetzte sich die Jury in diesem Jahr der Gewohnheit, wonach die Ehrung abwechselnd spanischen und lateinamerikanischen Autoren zuerkannt wird.

Vitale, letzte Überlebende der uruguayischen Intellektuellengruppe "Generación del 45", ist erst die fünfte Frau, der die seit 1976 vergebene Ehrung zuteil wird. Ihre Vorgängerinnen waren María Zambrano (1988), Dulce María Loynaz (1992), Ana María Matute (2010) und Elena Poniatowska (2013).

Der "Premio Miguel de Cervantes" ist die bedeutendste Literatur-Auszeichnung der spanischsprachigen Welt und mit 125.000 Euro dotiert. Der Preis ist nach dem Autor von "Don Quijote" benannt und wird von König Felipe VI. an Cervantes' Todestag (23. April) an dessen Geburtsort Alcalá de Henares östlich von Madrid verliehen.

Einen Tag vor der Bekanntgabe war der mexikanische Schriftsteller Fernando del Paso gestorben. Er hatte den Cervantes-Preis 2015 erhalten - für seinen "Beitrag zur Entwicklung des Romans, der Tradition und Moderne vereint".

tla/nf (dpa, Twitter)

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