UN: Die letzten fünf Jahre waren die heißesten | Aktuell Welt | DW | 22.09.2019
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Erderwärmung

UN: Die letzten fünf Jahre waren die heißesten

Der Klimawandel schreitet unaufhaltsam voran: Die Periode von 2015 bis 2019 war der heißeste Fünfjahreszeitraum, der jemals gemessen wurde. Und nie zuvor waren so viele Treibhausgase in der Atmosphäre wie heute.

Die Weltwetterorganisation der Vereinten Nationen, WMO, ist in großer Sorge: Die Jahre von 2015 bis 2019 liegen nach den bisherigen Erkenntnissen um 0,2 Grad Celsius über den weltweiten Durchschnittstemperaturen von 2011 bis 2015 liegen und sogar um 1,1 Grad Celsius über den Temperaturen der vorindustriellen Zeit. Gleichzeitig sei in den vergangenen Jahren der Meeresspiegel weiter angestiegen, die Eisschichten in der Arktis und anderswo seien geschmolzen und die extremen Wettersituationen wie Stürme und Überschwemmungen hätten sich gehäuft, sagte WMO-Generalsekretär Petteri Taalas bei einem Treffen im schweizerischen Genf.

Noch mehr Negativ-Rekorde

Zudem befinden sich laut WMO in der Atmosphäre so viele Treibhausgase wie noch nie zu Lebzeiten des Menschen. Messungen von Klimaforschern hätten für 2015 bis 2019 Rekordwerte von Kohlenstoffdioxid, Methan und anderen klimaschädlichen Gasen gezeigt, hieß es. Kohlendioxid (CO2) verbleibe für Jahrhunderte in der Atmosphäre und in den Ozeanen sogar noch länger. Das bedeute, dass sich die Erderwärmung fortsetze.

Schweiz | World Meteorological Organization (WMO) (Getty Images/AFP/F. Coffrini)

Wie viele andere UN-Einrichtungen ist auch die WMO wegen des Klimawandels in großer Sorge

Die Messungen und Auswertungen der WMO reichen bis Juli 2019. An diesem Montag richten die Vereinten Nationen einen Klimagipfel in New York aus. UN-Generalsekretär António Guterres hat die Staats- und Regierungschefs aufgefordert, konkrete Pläne vorzulegen, wie die Länder das Klima schützen wollen.

Thunberg: "Uns kann niemand stoppen"

Im Pariser Klimaabkommen von 2015 ist als Ziel festgesetzt, die Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad und möglichst auf 1,5 Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter zu begrenzen. Laut dem aktuellen UN-Bericht müssen die Staaten dafür ihre Bemühungen um eine Verringerung des Kohlendioxid-Ausstoßes um das Fünffache verstärken.

Ob das noch möglich ist, bezweifeln viele Experten. Die schwedische Aktivistin Greta Thunberg, die den Anstoß für die Protestbewegung Fridays for Future gegeben hat, gibt aber die Hoffnung nicht auf - und macht Druck mit Millionen Mitstreitern rund um die Welt. Beim UN-Jugendklimagipfel in New York sagte sie am Samstag: "Wir haben gezeigt, dass wir geeint sind und dass uns junge Leute niemand stoppen kann."

haz/jj (epd, dpa)

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